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Einmal pro Monat Programm: Wen die „Kultur im Kloster“auf die Bühne holt

Kleinkunst in Lügde: Stars, Geheimtipps, Neuentdeckungen

LÜGDE. Der Satiriker Bernd Gieseking war der Erste, der die Kabarett-Fans in der neuen Spielzeit im Klostersaal begeistert hat. Doch Lügdes Kolpingsfamilie und das Kulturbüro OWL haben für die 18. Saison der Reihe „Kultur im Kloster“ acht weitere Kabarett-Stars, -Geheimtipps und Neuentdeckungen verpflichtet.

veröffentlicht am 13.09.2018 um 22:23 Uhr

Mirja Regensburg. Foto: Florian Clyde
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Dass in Lügde einmal monatlich große und neue Namen der Kabarett- und Kleinkunstszene gastieren, „hat Lügde zu einem Fixpunkt in der deutschsprachigen Kabarettszene gemacht“, sagt Carsten Hormes vom Kulturbüro OWL, den viele auch als Bassist schätzen. Das Lügder Publikum gelte in Künstlerkreisen als Kennerpublikum: „anspruchsvoll, aber eben mit Geschmack, Auge und Ohr für gutes Handwerk und große Kunst.“ Dieser Anspruch sporne auch die Planer immer wieder an, und so werde auch das Programm der neuen Saison höchsten Ansprüchen gerecht.

Weiter geht‘s mit Mirja Regensburgs „Mädelsabend – jetzt auch für Männer!“ am Samstag, 6. Oktober. Die Comedienne „Mirja aus Hümme“, (so heißt auch ihre eigene Radiocomedy bei HIT RADIO FFH) zeigt, wie man sich selbst am besten auf die Schippe nimmt und was frau von Männern lernen kann. „Mit Stand Up Comedy, Gesang und Improvisation – eben wie bei einem richtigen Mädelsabend“, versprechen die Macher.

Wilfried Schmickler, kommt am Freitag, 2. November, mit seinem neuen Programm „Kein zurück“ nach Lügde. Er ist fester Bestandteil der WDR-Mitternachtsspitzen und einer der größten Namen des aktuellen politischen Kabaretts in Deutschland. Nach einem Blick auf die als Glückspilze verkleideten Mitarbeiter des Heimat-Ministeriums, die Gutscheine für Nostalgie-Trips in die Welt von Vor-vor-Gestern verteilen, schaut er nach vorn. Denn es gibt kein neues Leben im Alten, und es gibt kein trautes Heim im untergegangenen Reich. Von dem, was er in der Zukunft gesehen hat, berichtet er in Lügde. Blitzschnell, genau, perfide, direkt, derb, rotzfrech und poetisch.

Mathias Tretter gastiert am Samstag, 15. Dezember, mit seinem Programm „Pop“ in Lügde. Er zählt zu den neuen Namen, die das politische und gesellschaftliche Geschehen treffsicher und pointiert analysieren: als Politkomik ohne Predigt, aber mit deutlich oraler Präsenz. „Mit Plödeleien oberster Populistik peziehungsweise, ohne Pescheidenheit“, verheißt Carsten Hormes.

Wilfried Schmickler Foto: pr
  • Wilfried Schmickler Foto: pr
Mathias Tretter_Foto: Stefan Stark
  • Mathias Tretter_Foto: Stefan Stark
ONKeL fISCH Foto: Rainer H
  • ONKeL fISCH Foto: Rainer H
Rene Sydow Foto: Steffen Suuck
  • Rene Sydow Foto: Steffen Suuck
Lioba Albus Foto: Sibylle Ostermann
  • Lioba Albus Foto: Sibylle Ostermann
Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie Foto Lisa Hübotter
  • Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie Foto Lisa Hübotter
Kai Magnus Sting ©Harald Hoffmann
  • Kai Magnus Sting ©Harald Hoffmann
Wilfried Schmickler Foto: pr
Mathias Tretter_Foto: Stefan Stark
ONKeL fISCH Foto: Rainer H
Rene Sydow Foto: Steffen Suuck
Lioba Albus Foto: Sibylle Ostermann
Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie Foto Lisa Hübotter
Kai Magnus Sting ©Harald Hoffmann


Mit dem „WDR2 Zugabe Pur Jahresrückblick“ von ONKeL fISCH startet die „Kultur im Kloster am Samstag, 5. Januar, ins Jahr 2019. Adrian Engels und Markus Riedinger präsentieren 365 Tage in 90 atemlosen Minuten: Hier wird auf der Klostersaal-Bühne nach Herzenslust gespottet, gelobt, geschimpft, gesungen und getanzt. Die Kabarett-Fans erwartet Action-Kabarett direkt aus den kreativen Köpfen zweier preisgekrönter und erfahrener „Meister der Kleinkunst“ (Main Echo).

René Sydow kommt kommt am Samstag, 23. Februar 2019, mit seinem Solo „Die Bürde des weisen Mannes“ nach Lügde. Hier geht der „am lautesten geflüsterte Geheimtipp“ des politischen Kabaretts der Frage nach, was uns zum Menschen macht: Bildung? Wahlrecht? Oder doch nur freies WLAN? Als „zum Schreien traurig und schockierend lustig, dunkel und hoffnungsvoll“, beschreiben die Programmmacher sein „politisches Kabarett auf der Höhe derZeit“.

Ein Wiedersehen mit Lioba Albus gibt es am 9. März im Klostersaal. „Das Weg ist mein Ziel“ lautet der Titel ihres neuen Programms. Und sie fragt sich: „Wenn so nach und nach alle mal weg sind, wo sind sie denn dann hin? Und wenn weniger wirklich mehr ist, warum wollen dann nicht alle viel, viel mehr vom Weniger statt immer mehr vom Mehr?“ In gewohnt rasantem Rollenwechsel dürfte Lioba Albus das Publikum an den Rand der Zwerchfellbelastbarkeit bringen.


Das junge Duo „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ lässt es am Samstag 13. April 2019 knallen, denn „Gleich knallt’s“ lautet der Titel seines Programms, das Carsten Hormes als „entwaffnend komisch bis romantisch-melancholische, politisch-agitierend bis kalauernd versöhnliche, junge Kleinkunst“ schreibt. Wenn sich Wiebke Eymess und Friedolin Müller als real-fiktives Liebespaar nicht gerade äußerst unterhaltsam verquatschen, singen und tanzen sie selbstkomponierte Lieder, spielen auf der Lichtorgel und führen eine Smartphonie auf. Ein Knaller folgt auf den anderen. Aber ganz leise. „Loriot im 21. Jahrhundert“ jubelte die „Passauer neue Presse“.

Den Schlussakkord setzt am 18. Mai 2019 Kai Magnus Sting mit der programmatischen Frage „Sonst noch was?!“ . Er erzählt in seiner unnachahmlich wortwitzigen Art von den komischen Dingen und anderen großen Kleinigkeiten. Er versteht die Welt nicht mehr. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die Welt versteht Herrn Sting auch nicht mehr. Kabarett vom Allerfeinsten!

Karten gibt’s im Vorverkauf bei der Tankstelle Hubert Thiele und in der Blumendiele Schlieker in Lügde, bei den Pyrmonter Nachrichten in Bad Pyrmont und im Dewezet-Ticketshop in Hameln. Mit einem „Kultur im Kloster-Abo“ können Kleinkunst-Fans für 125 Euro alle Veranstaltungen der Saison besuchen. Die Abos gibt’s in den Lügder Vorverkaufsstellen, per E-Mail an info@kulturimkloster.de oder an der Abendkasse. (red/jl)



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