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Radelnde AKW-Gegner machen auf Lügdes Marktplatz halt

Kleine Kundgebung unterwegs

Lügde. „Ich weiß, dass mal ein Atomkraftwerk explodiert ist“, erinnert sich ein Junge, der mit seinen Freunden am Samstag Vormittag auf dem Lügder Marktplatz Fahrrad fährt. Interessiert beobachtet er eine Gruppe Radfahrer, die gelbe Fahnen mit der roten Anti-Atom-Sonne an ihren Zweirädern angebracht haben.

veröffentlicht am 09.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Als der Trupp vor dem Rathaus Transparente hochhält und die Forderung „Atomkraftwerke abschalten“ ruft, bleiben einige Fußgänger stehen und kommen mit den Demonstranten ins Gespräch. Ziel der Sternfahrer ist das Atomkraftwerk und Zwischenlager im nur etwa 20 Kilometer entfernten Grohnde, wo die Lipper gemeinsam mit Gleichgesinnten aus der Region wie dem gesamten Bundesgebiet den schnellen Ausstieg aus der Atomwirtschaft fordern.

„Grohnde hat die meisten Störfälle von allen deutschen Atomkraftwerken“, sagt Dr. Angelika Claußen. Was der bei den „Internationalen Ärzten gegen den Atomkrieg“ (IPPNW) engagierten Bielefelderin zudem aufstößt: „Dort werden mit den MOX-Brennelementen die gefährlichsten Brennstäbe benutzt.“

„Der Plan, einen großen Kühlschrank um den zerstörten Atommeiler in Fukushima zu bauen, ist das Ergebnis von Hilflosigkeit“, meint Norbert Petau. Der frühere Lügder Grünen-Ratsherr nimmt auf seinem Liegerad an der Tour teil.

„Man braucht gar nicht bis Japan zu gucken“, meint die Lügderin Sabine Welling, die im Zuge ihrer Einkäufe auf die Gruppe trifft. „Grohnde ist nicht weit entfernt.“ Derweil gebe es im Endlager Gorleben Wassereinbrüche, und der Atommüll drohe in den Tiefen zu versinken.

Als um 12 Uhr die Probealarm-Sirene zu heulen beginnt, radeln die AKW-Gegner nach knapp einstündigem Lügde-Zwischenstopp weiter nach Bad Pyrmont, um dort weitere Demonstranten mit Fahrtziel Grohnde zu treffen. cg



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