weather-image
Gesetz bietet neue Möglichkeiten / SPD-Fraktion beantragt Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans

Kinderfeuerwehren für Lügde?

Lügde. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lügde will die Freiwillige Feuerwehr und die anderen Hilfsorganisationen im Stadtgebiet stärken und den hochwertigen Bevölkerungsschutz im gesamten Stadtgebiet sichern. Sie hat bei Bürgermeister Heinz Reker (parteilos) die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans beantragt. Geprüft werden soll unter anderem auch, ob es in Lügde möglich ist, Kinderfeuerwehren zu gründen.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

Autor:

VON HANS-ULRICH KILIAN
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Im vergangenen Jahr hat der nordrhein-westfälische Landtag ein neues Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG) beschlossen, das in Kreisen der Feuerwehren auf viel Lob gestoßen ist. „Das neue Gesetz regelt viele Zusammenhänge konkreter, wo es angebracht ist, aber lässt den Feuerwehren auch mehr Raum zu atmen, wo es sinnvoll und notwendig ist“, lobt Dr. Jan Heinisch vom Verband der Feuerwehren in NRW (VdF). „Wir haben ein gutes neues Gesetz mit Meilensteinen für die Zukunft der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen.“

Auf Grundlage dieses Gesetzes können die Feuerwehren neben den Jugendfeuerwehren auch Kinderfeuerwehren für Sechs- bis Zwölfjährige gründen. Es dürfen nun auch Personen in die Feuerwehren eintreten, die keinen Einsatzdienst leisten wollen oder können, dafür aber anderweitig Aufgaben in den Wehren übernehmen. „Das betrifft in erster Linie die Freiwillige Feuerwehr Lügde selber“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Diekmann, der vorschlägt, dass die Verwaltung die einzelnen Ortsfeuerwehren und die Feuerwehrführung um entsprechende Stellungnahmen bittet.

Der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Lügde in seiner aktuellen Fassung stammt aus dem Jahr 2009, das Gesetz sieht eine regelmäßige Fortschreibung alle fünf Jahre vor, in Lügde wäre es also 2014 so weit gewesen. „Wir warten schon etwas länger darauf und wollen nun ein wenig Schwung in die Sache bringen, denn wir möchten gerne wissen, wie es um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und ihre Personalstärke bestellt ist“, begründet Diekmeier den Antrag, der der Politik auch eine Grundlage für künftige Entscheidungen bieten soll – zum Beispiel, wenn es um die Frage gehe, ob in Elbrinxen ein neues Feuerwehrhaus gebaut wird oder nicht.

Für die Entwicklung des Bedarfsplanes ist laut Diekmeier die Feuerwehr zuständig. Sie soll ihre Konzepte vorstellen und sich auch zu den im Gesetz beschlossenen Möglichkeiten äußern. Etwa wenn es um die Frage geht, ob die Beseitigung von Ölspuren künftig vom städtischen Bauhof erledigt werden sollte. Und auch um die gesellschaftlichen Änderungen und den beruflichen Wandel und deren möglichen Auswirkungen soll es bei der Entwicklung des Bedarfsplanes gehen. Stichwörter sind hier der demografische Wandel und die beruflichen Ansprüche, die die Einsatzmöglichkeiten mancher Aktiver einschränken.

Ob im Lügder Stadtgebiet bereits Kinderfeuerwehren angedacht sind, kann Diekmeier nicht sagen. „Wir wollen diese Möglichkeit einfach ins Gespräch bringen“, sagt er. Kinderfeuerwehren seien geeignet, schon frühzeitig Nachwuchswerbung zu betreiben. „Das würden wir gerne unterstützten – warum nicht?“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt