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16 Mädchen und Jungen im Alter bis zu neun Jahren

Kinder drehen Animationsfilm

LÜGDE. In Lügde geboren und aufwachsen, lebt Rafael Jaron seit viereinhalb Jahren mit Frau Daniela und der achtjährigen Tochter Marice in Brüssel. Jetzt ist er für einige Tage in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Er sucht hier die Antwort auf eine Frage, die er sich in Belgien gestellt hatte: „Warum soll in Lügde nicht gehen, was in Brüssel ganz wunderbar geklappt hat?“
Dort nämlich hatte Töchterchen Marice an einem Filmprojekt für Kinder teilgenommen, bei dem diese selbst einen kleinen Animationsfilm gestaltet hatten – und zwar von Anfang bis Ende, vom Titelbild bis zum vollständigen Abspann.

veröffentlicht am 05.11.2018 um 18:57 Uhr
aktualisiert am 05.11.2018 um 21:45 Uhr

Der neunjährige Tyler überprüft beim Lügder Filmprojekt für Kinder auf dem Laptop die Szene, die Finja (sieben Jahre alt), Jolina (acht Jahre) und die siebenjährige Nele (v. li.) zuvor mit Spielzeug gestaltet hatten. foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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LÜGDE. Das Mädchen im Grundschulalter kommt aufgeregt auf Rafael Jaron zugelaufen. „Die machen da vielleicht verrückte Sachen“, ruft die Kleine aus. Doch Jaron kann sie beruhigen: „Ja, ja, sollen sie doch.“

In Lügde geboren und aufwachsen, lebt Rafael Jaron seit viereinhalb Jahren mit Frau Daniela und der achtjährigen Tochter Marice in Brüssel. Jetzt ist er für einige Tage in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Er sucht hier die Antwort auf eine Frage, die er sich in Belgien gestellt hatte: „Warum soll in Lügde nicht gehen, was in Brüssel ganz wunderbar geklappt hat?“

Dort nämlich hatte Töchterchen Marice an einem Filmprojekt für Kinder teilgenommen, bei dem diese selbst einen kleinen Animationsfilm gestaltet hatten – und zwar von Anfang bis Ende, vom Titelbild bis zum vollständigen Abspann.

16 Lügder Kinder im Grundschulalter sowie (hinten, v. li.) Noel, Rafael und Joachim Jaron hatten am Samstag jede Menge Spaß an einem Filmprojekt, zu dem Rafael Jaron ins Lügder Schützenhaus eingeladen hatte. foto: br

Genau dazu hatten am Samstag auch 16 Mädchen und Jungen im Alter bis zu neun Jahren im Lügder Schützenhaus Gelegenheit. „Die Kinder“, erläuterte Rafael Jaron im Gespräch mit dieser Zeitung die Vorgehensweise, „sind die Regisseure, die Playmobil-Figuren die Schauspieler, und die Handlung entwickelt sich während des Spielens.“ Die, nur eingeschränkt beweglichen „Darsteller“ stammten zum kleineren Teil aus Marices Spielzeugkiste, die meisten waren indes zuvor an Schulen gesammelt worden, ebenso wie die unterschiedlichsten anderen Teile aus der Spielzeugserie, die als Requisiten dienten. „So hat zum Beispiel die hiesige Johannes-Gigas-Schule unser Projekt großzügig unterstützt“, betont Rafael Jaron.

In vier Gruppen eingeteilt, gingen die Kinder mit Feuereifer ans Werk. Nachdem sie zuvor Kulissenbilder gemalt hatten, stellten sie die Spielfiguren sowie andere Accessoires, etwa Autos, davor auf und fotografierten die Szene, die sie nach jedem Bild durch Verschieben der Figuren leicht veränderten, um sie erneut abzulichten. In dieser sogenannten Stop-Motion-Technik entstand schließlich ein kurzer Film, ganz ähnlich einem Daumenkino aus alten Zeiten, nur eben jetzt mit Hilfe des digitalen Aufnahmeverfahrens erstellt.

„In erster Linie sollen dabei die Kreativität der Kinder angeregt sowie ihre Bereitschaft zur Teamarbeit gefördert werden“, erläutert Rafael Jaron das Konzept. „Gleichzeitig sollen sie aber auch ihrer kindlichen Fantasie freien Lauf lassen können“, fügt er hinzu.

Und fürwahr, das Ergebnis des Schaffens im „Filmstudio Schützenhalle Lügde“ konnte sich anschließend im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Nicht nur die Kinder selbst, auch Rafael Jaron sowie sein Bruder Joachim und dessen bereits erwachsener Sohn Noel, die ihm bei der Durchführung hilfreich zur Seite gestanden hatten, waren beim abschließenden Betrachten rundum begeistert.



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