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Erlöse des „Bad Pyrmonter-Lügder Charity-Cups“ sollen an Bedürftige aus Syrien und dem Libanon gehen

Kicken für Flüchtlinge

Lügde. Während das vom TuS „Westfälische Eiche“ Lügde ausgerichtete „RiDa-Cup“-Turnier über die Festtage pausierte und erst gestern wieder an den Start ging, herrschte König Fußball auf dem Ramberg auch am zweiten Weihnachtsfeiertag. Samir Mohamad hatte in der Gigas- Sporthalle den „Charity Cup 2014“ organisiert. Dafür konnte er 17 Sponsoren gewinnen. Und ebenso viele Mannschaften traten zum Turnier an. Die meisten waren Freizeit-Teams, und einige von ihnen wie etwa der „FC Muslimbrothers“ hatten sich eigens für das Turnier formiert, dessen Erlös nach Veranstalterangaben für Syrien-Flüchtlinge, aber auch bedürftige Menschen im Libanon gedacht ist. Aber auch die Ersten und Zweiten Herren der SG 74 aus Hameln machten mit. Etablierte Vereine aus Bad Pyrmont oder Lügde traten an diesem Tag jedoch nicht auf dem Ramberg an.

veröffentlicht am 29.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt und Juliane Lehmann
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Auf dem ersten Platz landeten schließlich die „Helal Boys“. Aber Samir Mohamad versicherte: „Gewonnen haben alle.“ Denn um sportliche Ehren ging es auch den 17 Mannschaften nur am Rande. „Im Vordergrund stand die Unterstützung der Flüchtlinge“, erklärte Samir Mohamads Bruder Sufyan Mohamad, der bei der Organisation half. „Es braucht schon ein großes Team, denn wir sind alle keine Profis, und es steckt eine Menge Arbeit in der Vorbereitung und auch in der Durchführung des Hallenturniers“, erklärte Samir Mohamad weiter. Sein jüngerer Bruder Sufyan ergänzte, dass auch ein gutes Verhältnis zu den Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft sehr wichtig sei, um solch eine Veranstaltung erfolgreich über die Bühne zu bringen. „So konnten wir auch eine Versteigerung organisieren, für die die Sponsoren durchaus attraktive Spenden wie Fernseher zur Verfügung gestellt hatten“, sagte Samir Mohamad.

Die rund 400 Besucher steigerten auch ordentlich mit – und überboten den materiellen Wert dabei mitunter deutlich. Wieviel Geld bei der Veranstaltung zusammengekommen ist, will Sufyan Mohamad allerdings nicht genau verraten – und zwar aus zwei Gründen, wie er erklärt: „Wir wollen nicht prahlen. Aber wir möchten auch nicht, dass die Leute glauben, weitere Spenden seien nicht mehr notwendig.“ Denn selbst ein vierstelliger Spendenbetrag sei angesichts der Not etwa der Syrien-Flüchtlinge „ein Tropfen auf ein ganzes Stein-Gebirge“.

Mit von der Partie war auf dem Ramberg auch der Gelsenkirchener Verein „Tuisa“ („Islamic Emergency help“), der sich ebenfalls mit Spenden nach Syrien und in den Libanon zugunsten von Flüchtlingen engagiert.

Wenn alles abgerechnet ist, wollen die Mohamads das Geld jedoch diesmal privat verteilen. „Aber wir tun das nicht selbst“, sagt Sufyan Mohamad. „Als wir im Frühjahr 2013 vor Ort waren, haben wir gemerkt, dass es sehr schwierig ist, es selbst zu machen.“ Deshalb wolle man das Geld jetzt vertrauenswürdigen Personen aus der Verwandtschaft zukommen lassen, die dann vor Ort die Verteilung von Lebensmitteln übernehmen sollen. Einige Mitglieder aus der weitverzweigten Familie der Brüder kümmern sich laut Mohamad um bedürftige Menschen, zum Beispiel in einem Flüchtlingslager in Jordanien.

Turnier-Organisator Samir Mohamad (Mi.) mit einigen seiner freiwilligen Helfer – darunter (v.li.) Hilal Eren, Damla Eren, Ayse Kubilay und Cemil Türkoglu. yt



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