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Stadt, Polizei und Dechen sehen nächstem Groß-Event noch gelassen entgegen

Keine Angst vor strengen Auflagen

Lügde (jl). Wurden infolge der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg 2010 die Sicherheitsbestimmungen für Großveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen schon verschärft, so hat Innenminister Ralf Jäger (SDP) jetzt noch einmal nachgelegt.

veröffentlicht am 17.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

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Seine neue, rund 60 Seiten starke „Handlungsempfehlung“ mit detaillierten Vorgaben zur Vorbereitung publikumswirksamer Events liegt seit gestern auch im Lügder Rathaus vor. Aber Manfred Engel, der derzeit Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne vertritt, hatte noch keine Gelegenheit, das umfangreiche Papier gründlich durchzuarbeiten. So sehr eilt es in Lügde allerdings auch nicht. Denn das nächste Spektakel, bei dem die Auflagen greifen könnten, wird der Osterräderlauf 2013. Bis die Macher hier in die konkrete Planung einsteigen müssen, darf noch etwa Wasser die Emmer hinabfließen. „Im September gibt es Informationen bei der Bezirksregierung Detmold“, sagt Manfred Engel. „Da will Herr Köhne hinfahren.“ Der Ordnungsamtschef war bisher schon der Ansprechpartner im Rathaus, bei dem alle Fäden zusammenlaufen – und erfüllte somit exakt eine der Vorgaben, die die Düsseldorfer jetzt machen – damit sich im Falle eines Unglücks niemand herausreden kann.

Eine ganze Reihe der Vorgaben, die das Innenministerium nun macht, haben die Lügder allerdings ohnehin schon umgesetzt. Seit vielen Jahren gibt es im Vorfeld eines jeden Osterräderlaufs ganz konkrete Absprachen der Dechen mit dem Ordnungsamt sowie Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und des Kreises Lippe. Deshalb sieht Dechen-Sprecher Dieter Stumpe den neuen Bestimmungen, die allerdings auch er noch nicht kennt, erst einmal gelassen entgegen. „Wenn da etwas Neues kommt, dann werden wir auch das irgendwie regeln“, gibt er sich zuversichtlich – zumal die logistischen Herausforderungen für die Osterräderläufe während Brücken-, Tunnel- Park- und Straßenbaus der vergangenen Jahre deutlich schwieriger zu meistern waren als nun, wo fast alles fertig ist.

„Die kleine Behelfsbrücke über die Emmer damals, das würde heute sicher nicht mehr genehmigt“, mutmaßt der Dechen-Sprecher. „Damals war das Gedränge so groß, dass wir bald eine Viertelstunde warten mussten, bis wir rübergehen konnten.“ Heute hingegen gebe es keine Engpässe mehr, „denn wir haben ja Rückzugsmöglichkeiten nach allen Seiten“, so Stumpe.

„Durch die Kreisel kann der Verkehr ungehindert abfließen“, hat auch Polizei-Bezirksbeamter Reinhold Hartmann schon beim letzten Mal feststellen können. Grundsätzlich aber sagt er: „Seit Duisburg ist nichts mehr, wie es war.“ So müssten heute im Vorfeld einer jeden größeren Veranstaltung mit mehreren Tausend erwarteten Besuchern statt mündlicher Absprachen schriftliche Sicherheitskonzepte her.

Generell aber gelte für die größeren Lügder Events wie den Osterräderlauf oder auch den Luihidi-Markt:: „Das sind keine Veranstaltungen mit besonders hohem Risiko, sondern eher Familienfeste.“

Und wenn es bei den bisherigen Manöverkritiken Verbesserungsvorschläge gegeben habe, „dann war auch jeder bereit, daran mitzuarbeiten“.



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