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Der Eine-Welt-Laden im Lügder Wichernhaus kann viel bewegen / Gewinn fließt in Hilfsprojekte

Kaffee, Pfeffer, Fußbälle – alles fair gehandelt

Lügde. „Wir können mit unserem Einkaufsverhalten die Lebensqualität der Menschen in den Entwicklungsländern verbessern helfen.“ Klar – Pastor Nolte-Guenther meint damit auch die großen wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Aber schon der Kauf einer Tafel Bio-Schokolade oder des Bio-Tees aus Sri Lanka im kleinen Lügder Eine-Welt-Laden hilft ganz konkret Menschen in ärmeren Ländern.

veröffentlicht am 03.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

Engagiert für fairen Handel: Ingeborg Schröder, Holger Nolte-Gue

Autor:

Dagmar Nickelsen
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Ein Blick in den Laden zeigt: Das leicht angestaubte Jutesäckchen-Image stimmt längst nicht mehr. Die Waren sind frisch, zeitgemäß, zum großen Teil „BIO“, garantiert nicht aus genmanipuliertem Anbau und – was das Kunsthandwerk betrifft – zeitlos schön und ein Spiegel der jeweiligen Kultur. Da stehen Kaffee, aber auch Kaffeepads, Cappuccino, Tee, Wein, Honig, Gewürze, Nudeln, exotische Getreidesorten, Süßigkeiten, Sirup, Papierwaren, Stoffe, Glas aus Rumänien, Schmuck und anderes in den Regalen. Das Besondere daran lässt sich am besten am „fairen Fußball“ erklären. Ja, den gibt’s hier auch! Wer eine solche Lederkugeln aufwändig von Hand zusammennäht, erhält pro Ball normalerweise umgerechnet etwa 50 Cent. Läuft der Handel jedoch über eine der beiden Handelsketten El puente (die Brücke) oder GEPA, bekommen die Handwerker umgerechnet 1,20 Euro für ihre Arbeit. Den Herstellern wird damit nicht nur ein besseres Leben ermöglicht, ihre Arbeit wird auch wertgeschätzt. Mit fairen Preisen kann in den jeweiligen Ländern in soziale und wirtschaftliche Projekte investiert werden, Kooperationsanbau wird möglich, man wird wettbewerbsfähig auch gegen größere Konzerne.

Aber auch der Eine-Welt-Laden, den mehrere Frauen aus der Gemeinde ehrenamtlich führen, kann mit seinem Anteil aus dem fairen Handel Gutes tun. So wird zum Beispiel mit etwa 1200 Euro jährlich ein Patenkind unterstützt, zur Zeit ist das ein Mädchen aus Indien. Auch das kenianische South-Horr-Projekt erhält 500 Euro. Das Tansania-Projekt des Kirchenkreises Paderborn, die Ceylon-Direkthilfe, die Diakonie in Siebenbürgen – überall dorthin fließt Geld aus dem Überschuss des Lügder Ladens.

Doch es könnte noch mehr sein. Denn erst, wenn viele Menschen die Idee mittragen, wird es möglich, die Kluft zwischen den hochentwickelten Industrienationen und den sogenannten Entwicklungsländern zu verringern.



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