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Was Lügdes evangelische Gemeinde tut, damit sich Jugendliche in ihrem Raum wohlfühlen

Junger Graffiti-Künstler sucht nackte Wand

Lügde (cg). „Mein Interesse für Graffiti-Kunst fing schon in der Grundschule an“, erzählt Rico Semrau, denn Buchstaben haben den 18-Jährigen schon immer fasziniert. Bei schlechtem Wetter oder wenn Freunde ein Motiv zur Gestaltung ihres Zimmers benötigen, dann setzt sich der Zerspanungsmechaniker-Lehrling an seinen Schreibtisch und zeichnet Entwürfe, um seiner Kreativität Form und Farbe zu geben. Jetzt bekam er im Jugendraum der evangelischen St. Johannis Kirchengemeinde die Gelegenheit, mit einem großen Graffiti eine ganze Wand zu gestalten.

veröffentlicht am 19.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:41 Uhr

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„Wir haben irgendwas gesucht für die lange nackte Wand“, erzählt Jugendpresbyterin Eveline Böttcher. „Etwas, das mehr Farbe in den Raum bringt und vielleicht sogar den Namen des Jugendtreffs enthält.“ Denn „Cross-Over“ benenne die Verbindung zwischen Menschen und zwischen Gott und Menschen, ergänzt Jugendmitarbeiter Olli Sievers (18).

Da die Wandgestaltung besonders die Jugendlichen ansprechen soll, kam Olli die Idee zu einem Graffiti-Bild seines Freundes Rico. Der fertigte einen Entwurf mit den „Cross-Over“-Initialen an und realisierte ihn dort, „wo es auch gerne gesehen wird“, sagt Böttcher. „Die meisten, die das Graffiti gesehen haben, finden es richtig gut und es passt auch gut in den Raum“, schildert sie ihren Eindruck.

Der bunte Schriftzug ziert nun bereits die zweite selbst gestaltete Wand im Raum. Ein erstes Bild mit ihren Schattenrissen hatten die Jugendlichen bereits vor zwei Jahren gemalt.

Doch nicht nur den jungen Leuten gefalle das gesprühte Kunstwerk, berichtet Böttcher. „Auch ältere Gemeindemitglieder haben das gesagt“.

Annette Sievers, die zweite Jugendpresbyterin im Bunde, freut sich ebenfalls über das Writing, wie das Buchstaben-Design unter Sprayern heißt. „Das ist mal was anderes“, findet sie. „Die Jugendlichen haben sich viel Mühe gegeben, und es sieht richtig gut aus.“

Rund drei Stunden brauchte Rico für sein Riesen-Bild mit speziellen, besonders deckenden Farben. Außerdem haben die Spezialspraydosen aus dem Internet einen höheren Druck als die aus dem Baumarkt.

„Der Stil ist wie ein Fingerabdruck, etwas ganz persönliches“, beschreibt Rico seine Arbeit. „Man kann verschiedene Farben ineinander verlaufen lassen oder voneinander abgrenzen, mit dem Spiegeln von Buchstaben arbeiten, mit Schatten und Hintergründen.“

Ein Problem sei es allerdings, geeignete Flächen zu finden. Die Kellerräume seines Elternhauses hat Nico Semrau bereits komplett verziert. „Ich freu‘ mich immer, wenn mir jemand eine Wand anbietet.“

Fast fertig: Rico Semrau (vorn) und Jugendmitarbeiter Olli Sievers bei Feinarbeiten am neuen, rund sechs Quadratmeter großen Graffiti im Jugendraum von Lügdes evangelischer Gemeinde.

Foto: cg



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