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Viel Lob für Lügder Nachwuchs-Brandschützer

Jugendarbeit in Frauenhand

Lügde. Die Mädchen in der Lügder Jugendfeuerwehr geben den Ton an – und gehen vorbildlich voraus. Das bemerkte auch Stadtbrandinspektor Wolfgang Kornegger, der ihnen attestierte: „Ihr nehmt das Zepter in die Hand.“ Die Damen stellten zum einen bei der Ehrung der fleißigsten Mitglieder die Mehrheit: Für die Kernstadt wurde ausgezeichet Lisa Hundertmark und für Wörmketal Mareike Schröder. Lucas Moschinski bekam für Rischenau Ehrung und Kinokarte. Und es waren nur Damen, die für die drei Jugendabteilungen in der Jugendfeuerwehr der Lügder Stadt sprachen.

veröffentlicht am 01.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Carina Steinhage berichtete von einem Jahr voller Ereignisse, vom Sieg beim Sportfest in Bad Pyrmont, von der Teilnahme an der Umweltaktion des Heimat- und Museumsvereins. Sie freute sich, dass zu den 29 Kameraden 12 dazugestoßen sind, während nur vier das Handtuch geworfen hätten. Und sie erzählte mit Begeisterung vom Berufsfeuerwehrtag: „Wir haben dort viele Übungen gemacht, sogar in der Nacht.“ Sie schloss ihren Bericht mit einem großen Dank an Jugendwart Marco Tallig, der nicht nur für kurzweiligen Unterricht sorge, sondern auch für eine unvergessliche allgemeine Jugendarbeit verantwortlich zeichne.

Auch bei Gesa Wolf aus Rischenau stand der Berufsfeuerwehrtag im Mittelpunkt ihrer Ausführungen. „Dort haben wir mit viel Engagement und Spaß einen Super-24-Stunden-Dienst erlebt.“ Sie erinnerte sich auch daran, dass der Dienst an den Feuerwehrgeräten deutlich besser geklappt habe, als am Kochgeschirr. „Wir haben uns mit einer Spiele-Rallye auf den 30. Geburtstag der Feuerwache Rischenau vorbereitet. Und diese dann auch betreut, was uns ganz schön in Anspruch nahm.“ Zum Glück gab es auch Wasserspiele, die für Abkühlung sorgten. Sie freute sich über gute Platzierungen bei den unterschiedlichen Wettkämpfen, „obwohl wir mit einer so jungen Gruppe angetreten sind“. Drei neue Mitglieder konnte sie im vergangenen Jahr in der Jugendfeuerwehr begrüßen. Vier wurden an die aktive Wehr abgetreten und sechs sind ausgeschieden. „Dennoch sind wir mit zurzeit 16 Mitgliedern eine richtig starke Truppe.“

Von einem ereignisreichen Jahr der Jugendfeuerwehr Wörmketal berichtete Mareike Schröder sehr kurzweilig: Bevor Oliver Brinkmeier die Stelle als Jugendwart angenommen hatte, blieben die Nachwuchsfeuerwehrkräfte eine Weile auf sich alleine gestellt. Zum Glück gab es Kurse wie die Einführung ins Funken von Michael Schoppmeier, „wo wir viel quatschen durften“. Mit Brinkmeier wurde dann die Organisation wieder auf feste Füße gestellt und die WhatsApp-Gruppe stabilisiert. Die Sprecherin zeigte auf, dass Theorie nur Sinn mache, wenn man sie auch umsetzen darf, wie beim Löschangriff unter der Obhut der Sabbenausener Kameraden: „Wer danach noch trocken war, landete dann eben im Bach.“ Unterricht, Wettkämpfe, Zeltlager, Martinimarkt und Weihnachtspizza, Mareike Schröder hatte noch viel zu berichten und viel zu bedanken bei den Betreuern und allen, die die Jugendlichen durch ein launiges Jahr begleitet hatten. Nach fünf Aus- und sechs Eintritten bereiten sich derzeit 18 Nachwuchskräfte auf den Feuerwehrdienst vor. Stadtjugendfeuerwehrwart Björn Biesemeier zeigte sich stolz auf das Team, das sich nachgerade aufopferungsvoll um die 71 Jugendlichen, davon 20 Damen kümmere und dankte auch deren Familien: „Ich weiß, wie das ist, heute habe ich nur kurz ein Geburtstagsgeschenk abgegeben, nicht mal Kuchen abgreifen können und mich zur Feuerwehr verabschiedet.“ Deshalb dankte Bürgermeister Heinz Reker den Betreuern für ihre Unermüdlichkeit, aber er wandte sich auch an die Nachwuchskräfte, denen er seinen Respekt dafür zollte, dass sie neben all dem Spaß auch durchaus hoch motiviert den Dienst ausüben, lernen und trainieren würden. Wie hoch der Teamgeist sei, zeigte Biesemeier eindrucksvoll: „Weil ein Team nicht genug Mitglieder für den Wettkampf um die Leistungsspange hatte, haben einige Jüngere mit ihnen so intensiv trainiert, dass das Team die Leistungsspange erhielt. Wohl wissend, dass sie selbst keine bekommen konnten, weil sie zu jung sind!“

Unter Beifall wurden zum Schluss Lukas Balzereit, Jens Kröger, Julian Will und Justin Riedel vom Stadtbrandmeister in die aktive Wehr aufgenommen.



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