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Dechen schätzen die Zahl der Besucher beim Osterräderlauf in diesem Jahr auf rund 30 000

Jubel auf der Idealbahn

Lügde. „Ihr habt wieder eine großartige Show abgeliefert“, bedankte sich Oberdeche Uwe Stumpe nach dem Osterräderlauf am Sonntagabend bei allen Beteiligten. Die Dechen der aktiven Gruppe haben drei der sechs Räder bis ganz hinunter ins Tal geschickt, wo sie erst von der Sperre aufgehalten wurden. Und auch die anderen drei haben es weit nach unten geschafft, bevor sie Kurs auf die Seitenbanden nahmen.

veröffentlicht am 22.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 15:21 Uhr

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Autor:

Carlhermann SChmitt
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Das war auch kein Wunder, denn die vielen Schaulustigen ganz oben am Osterkreuz jubelten die Räder förmlich auf die Idealbahn. Lob gab es auch für die Feuerwerk-Firma Rohr, die sich wieder ein paar neue Illuminationen ausgedacht hat, um dem Publikum etwas Neues zu bieten. Und zum ersten Mal war Wulf Schmidt von der Braunschweiger Firma „Tangram Lasertechnik“ dabei. Unmittelbar vor dem Lauf der Räder begeisterte er die Zuschauer mit seinen Projektionen, die sich alle um den Osterräderlauf drehten und extra hierfür programmiert worden waren. „Das war schon eine Menge Arbeit, aber auch nur ein Test, ob eine „Lasershow“ überhaupt beim Publikum ankommt“, erklärte Schmidt und hofft, im nächsten Jahr dann wirklich eine Show abliefern zu können, bei der dann mehr als Projektionen geboten werden.

Schon am Samstag, als die Dechen die Räder aus der Emmer zogen, waren deutlich mehr Zuschauer dabei, als in den letzten Jahren. Und auch der Marktplatz war am Mittag des Ostersonntags gut besucht, als das Blasorchester der Stadt Lügde aufspielte und anschließend die Dechen mit ihren von Pferden gezogenen Rädern durch die Stadt geleitete. Unter den Zuschauern eine Dame aus Hamburg, die sich für Osterbräuche generell interessierte und eine aus New York, die ihren Aufenthalt in Deutschland nutzte, um das Spektakel zu betrachten.

Knapp 60 Stände und Buden im Emmerauenpark versüßten den Besuchern die Wartezeit bis zum Räderlauf. Und sie hatten guten Zulauf. Richtig voll wurde es allerdings erst mit der Dämmerung. Während Oberdeche Stumpe die Zahl der Gäste auf rund 30 000 schätzte, sprach die Lipper Polizei Lippe von „deutlich über 20 000“, zeigte sich aber erfreut, dass den Beamten kaum Grund zum Einschreiten geliefert wurde.

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Unklar blieb indessen, wieweit das ideale Wetter die Ursache für den Besucheransturm lieferte, oder die Entscheidung des Landes NRW, den Räderlauf als Weltkulturerbe vorzuschlagen, was der Veranstaltung in den letzten Tagen zu einem immensen Medienecho, nicht nur aber vor allem in Nordrhein-Westfalen, verhalf. „Das ist eine ganz tolle Sache für Lügde“, freute sich auch Lügdes ehemaliger Bürgermeister Hubert Scholand, der zu Besuch war und sich das Spektakel mit seiner Frau ansah. „Und egal, ob es die nächste Hürde schafft – dass NRW dieses Brauchtum für so bedeutend hält, ist der Ritterschlag für den Osterräderlauf.“

Weitere Fotos vom Osterräderlauf finden Sie unter www. dewezet

Die Aufmerksamkeit der Medien war in diesem Jahr groß. Nicht zuletzt hatten die Bemühungen um die Anerkennung als Weltkulturerbe für Schlagzeilen gesorgt.yt

Zunächst holen die Dechen die Osterräder aus der Emmer, in der sie gewässert wurden.

Danach werden sie, begleitet vom Lügder Blasorchester, auf den Osterberg transportiert...

... und dort von den Dechen für den Lauf am Abend mit Stroh gestopft.

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Als es dunkel wurde, da waren unterhalb des Osterbergs die Straßen des beleuchteten Lügdes proppenvoll. yt



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