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Ortsbürgermeister Friedhelm Reker will für Schwung sorgen

„Jetzt sind mal wieder die Ortsteile dran“

Wieso wollten Sie Ortsbürgermeister werden?

veröffentlicht am 17.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Ich habe vor 25 Jahren schon mal kandidiert. Da war ich auch im Rat. Damals war ich noch im Kegelvorstand und Vorsitzender im Schützenverein und das war zu viel. Als ich hörte, Helmut Pollmann wollte aufhören, dachte ich mir, ich versuche es noch mal. Dann hat er sich doch wieder aufstellen lassen. In der Kampfabstimmung ist es dann gut gelaufen für mich.

Was wollen Sie angehen in Hummersen?

Wir müssten so einiges machen, sei es der Dorfplatz, der Teich oder die Glocke, die da früher war. Die soll wieder auf den Platz. Die ganze Anlage dort am Teich muss gemacht werden.

Was ist das Beste am neuen Amt?

Das weiß ich auch noch nicht. Ich habe mir gedacht, das ist eine richtige Bestätigung. Die Leute haben mir das Vertrauen geschenkt und das motiviert einen natürlich.

Gab es schon Wünsche der Bürger?

Wir wollen eine Bürgerversammlung machen, bei der jeder sagen kann, was einem wichtig ist. Früher durch die Gastronomie hatten wir super Sachen hier. Da jetzt drei Hotels zu sind, passiert seit Jahren nichts mehr in Hummersen. Andere Dörfer haben damals Dorfgemeinschaftshäuser mit Gastronomie gebaut. Da haben wir gesagt, das brauchen wir nicht, weil wir die Hotels hatten. Aber jetzt sind wir hinten dran. Jetzt fehlt ein Raum, in dem man sich treffen kann. Unten im DGH steht ein Raum leer, in dem man so was in der Art machen könnte. Mal sehen.

Finden Sie, dass Hummersen mit seinen Belangen untergeht in der Politik?

Würde ich schon sagen. Da sind wir sehr benachteiligt. Wir waren früher mal gut vertreten im Rat der Stadt Lügde. Jetzt ist eigentlich ganze Südstadt zu schwach vertreten. Wenn jetzt irgendwelche Abstimmungen sind, kommen wir nie gegen an. Die Hälfte des Rates sind Lügder, und wenn die anderen aus den Ortsteilen sich nicht ein bisschen einig sind, haben wir nie eine Chance. Deswegen ist in den letzten 20 Jahren in Hummersen nichts mehr passiert.

Was könnte man dagegen machen?

Ich muss mit Ratsmitglied Sven Heier sprechen, damit der auch was mit in den Rat trägt und mit durchboxt. Man muss in den Fraktionssitzungen versuchen, was durchzuboxen und dann die großen Fraktionen mit ins Boot kriegen. Die Kernstadt ist schön, aber jetzt sind mal wieder die Ortsteile dran.

Was stellen Sie sich konkret vor?

Der Platz und einige Straßen müssten gemacht werden. Vielleicht können wir auch einen Raum finden mit Gastronomie, dass wir wieder die Gemeinschaft fördern können, dann nimmt das auch alles wieder Schwung auf. Das Schützenfest läuft, aber der Rest ist klein in klein, nichts für die ganze Gemeinschaft. Früher haben wir noch ein Weinfest gemacht zum Beispiel. Man muss die Leute animieren und aufrütteln. Dann passiert auch was.

Was ist Hummersens größtes Problem?

Haben wir eigentlich nicht. Irgendwo fehlt ein bisschen Anschwung, sonst haben wir keine Probleme. Hier im Dorf spricht jeder mit jedem, es fehlt bloß jemand, der ein bisschen was ankurbelt. Ob mir das gelingt, werden wir sehen. Ein Problem sind vielleicht die Hotels. Das werden Ruinen. Das sind Schandflecken im Dorf, die man nicht weg kriegt. Wir haben hier im Ort mehrere sehr alte Häuser, die verfallen und nicht saniert werden.

Was ist das Schönste in Hummersen?

Der Zusammenhalt, den finde ich super und deswegen will ich hier auch nicht weg.

Friedhelm Reker ist neuer Ortsbürgermeister von Hummersen. Der selbstständige Forstarbeiter ist verheiratet, hat zwei Kinder und eine Enkelin. Der 62-Jährige wohnt schon sein Leben lang in Hummersen.



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