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Kein Einbahn-Ärger mehr in der Mittleren Straße

Jetzt herrschen wieder klare Regeln in der Stadt

Lügde (jl). Der Durchgangsverkehr ist und bleibt zwar draußen aus der Stadt. Denn das war bekanntlich das Ziel der Lügder Ortsumgehung. Doch seit gestern Mittag ist die Mittlere Straße für alle, die dort etwas zu beschicken haben oder einkaufen wollen, auch wieder in Richtung Höxterstraße befahrbar.

veröffentlicht am 21.10.2010 um 21:21 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

Sicher ist sicher: Polizist Reinhold Hartmann prüft den Plan der
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Möglich macht’s das eigentlich eher unscheinbare Verkehrsschild „Anlieger bis Baustelle frei“. Das hatte sich Bürgermeister Heinz Reker schon vor gut einer Woche gewünscht (wir berichteten). Zuvor hatten sich örtliche Einzelhändler bei ihm über die Einbahnstraßenregelung beschwert, die der Verzicht auf eine Baustellenampel an der Höxterstraße zunächst nach sich zog. Die Geschäftsleute schrieben der zeitweise eingeschränkten Durchfahrtmöglichkeit ihre Umsatzeinbußen der jüngsten Zeit zu.

Weil der erste Versuch einer Zusatzbeschilderung nicht funktioniert hatte und die verunglückten Tafeln obendrein gestohlen wurden (wir berichteten), waren gestern alle Beteiligten auf Perfektion bedacht. So reisten nicht nur die Schilder-Aufsteller und „Stra- ßen. NRW“-Bauüberwacher Dirk Neesemeier an. Zum Ortstermin fanden sich auch Lügdes Bauamtsleiter Günter Loges und Polizei-Bezirksbeamter Reinhold Hartmann ein. Gemeinsam prüften die Männer noch einmal den Plan, bevor‘s ans Umbauen ging: So sammelten die Herforder gestern nicht nur die diversen Einbahnstraßenschilder ein, sondern versetzten auch die Sperrschranke ein paar Meter weiter nach hinten, um den Autos den ungehinderten Weg zum Marktplatz zu ermöglichen.

Am Mittwoch waren an dieser Stelle übrigens schon zwei Autos kollidiert, weil jemand die Straße aus der zu dieser Zeit noch falschen Richtung befahren wollte – so wie viele andere Lügder es während der vergangenen Tage getan hatten. Denn sie wussten: Der Anliegerverkehr bis zur Hinteren Straße 88 sollte frei sein – nur waren seit dem Wochenende die Schilder weg.

Was offensichtlich längst nicht jeder weiß: „Es gelten die Schilder, die da tatsächlich stehen, und das waren die Einbahn-Schilder“, betont Bezirkspolizist Hartmann, der allein gestern während des Wartens auf die Schilder-Firma diverse Falschfahrer ermahnen musste.

Hartmann macht das Problem allerdings nicht nur am Lügder Schilder-Hin-und-Her der letzten zehn Tage fest. Denn das hatte er urlaubshalber nur zum Schluss mitbekommen. Vielmehr ärgert es ihn generell, dass viele Fahrer geltende Schilder grundsätzlich zu ignorieren scheinen. „Es kann doch nicht sein, dass wir ständig Verkehrsschilder bewachen müssen“, meint der Beamte, der kürzlich beim Schützentag in Blomberg mit gleich zwei Kollegen die Einhaltung eines zeitweiligen Einfahrtverbots sicherstellen musste.

Immerhin: In der Mittleren Straße herrschen jetzt wieder geordnete Verhältnisse – sofern die Autofahrer sich schnell umgewöhnen und ihre Wagen nur noch auf ihrer Fahrbahnseite parken. Etwas Rücksicht wird zudem weiterhin an der Engstelle in Höhe des Schlecker-Marktes nötig sein. Denn die Schranke bleibt nach dem Willen der Straßenverkehrsbehörde stehen. Die Straße zu überqueren, dürfte indes für Fußgänger und Radfahrer einfacher bleiben als vor der Tunnelöffnung. So können nun alle Lügder den Einzelhändlern zeigen, wie wichtig ihnen der Erhalt der Geschäfte im Herzen ihrer Stadt ist. Damit nicht wahr wird, was PBS-Inhaber Dietmar Seitz neulich unkte: „Keiner denkt an die örtlichen Händler. Erst wenn einer zumacht, jammern alle.“

Darauf haben viele gewartet: Die Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Herford bringen das neue „Anlie- ger“-Schild an. Fotos: jl



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