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Der riesige Insekten-Unterschlupf im Park

Jetzt hat Lügde ein Luxushotel

Lügde. 50 geschäftige Zwölfjährige wühlen in Eimern, großen Taschen und Säcken, die sie in den Emmerauenpark geschleppt haben. Die Behältnisse sind voller Bambusrohr-Abschnitte, Steine, Stroh, Zapfen, Baumrinde, Stöckchen und Holzklötzen mit vorgebohrten Löchern. All die von den Schülern der Johannes-Gigas-Schule gesammelten Naturmaterialien füllen seit Dienstag ein großes Insektenhotel im Park, „damit die Insekten ein angenehmes Haus haben“, begründet Emma König. Kim Lohaus fand es interessant zu erfahren, „wie Insektenbeine aussehen und was die Tiere fressen“, während Michelle Funk die Facettenaugen der Tiere besonders faszinieren.

veröffentlicht am 12.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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„Darf ich jetzt das Loch buddeln?“, fragt Nico Krumrei voller Tatendrang. Doch damit muss er noch warten, bis die Füße der Schüler aus dem Wege sind, die Nistmaterial für die Insekten in die diversen Fächer der neuen Herberge füllen. Der davorgenagelte Kaninchendraht soll Halt geben und das Herausfallen der Materialien verhindern. Erst danach können die Tontöpfe für die Hummeln eingegraben und mit Spänen befüllt werden.

Dass Wildbienen, Schlupfwespen, Florfliegen & Co. jetzt in Lügde einen so feinen Unterschlupf finden, verantwortet Gigas-Lehrerin Sarah Briese. Denn sie setzte sofort die Bewerbung ab, als sie erfuhr, dass die Umweltstiftung Lippe zehn hölzerne Rohbauten zu vergeben hat – und gewann. Die Tischlerei Ohms stellte einen Mitarbeiter zur Unterstützung beim Zuschneiden und Anbringen der Unterteilungen frei.

Mit den theoretischen Grundlagen sowie der praktischen Arbeit am Projekt sollen die Kinder an das Thema Umwelt- und Naturschutz herangeführt werden. Etliche Schüler sind hoch motiviert. Die Materialsuche im Wald und ein Bad in der Emmer an einem besonders heißen Tag flossen in diese begreifbaren Lehrstunden ein. „Wenn die Bienen rumfliegen, dann fällt ihnen ein bisschen Staub von den Füßen“, weiß Jennifer Lerbs jetzt und hofft auf viele bunte Blumen in den Emmerwiesen. cg



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