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Nur Lügde muss auf seinen Plan noch warten

Jetzt gibt’s richtig gute Tipps für sichere Routen

Lügde/Rischenau/Elbrinxen (jl). Die Frage „Wie schicke ich mein Kind am sichersten zur Schule?“ treibt viele Eltern um. Schulwegpläne gibt es in Lippe zwar schon seit fast 20 Jahren. Doch jetzt haben die Polizei und die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt für fast alle Grundschulen nagelneue Pläne aufgelegt, deren Informationsqualität und Gestaltung ihresgleichen suchen.

veröffentlicht am 14.10.2010 um 21:30 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Dumm nur: Die Lügder Eltern und ihre Grundschulkinder werden sich noch eine ganze Weile gedulden müssen, bis sie ihre Faltblätter bekommen. „Wegen der vielen Baumaßnahmen haben wir uns entschieden, damit noch zu warten“, sagt Friedrich Stührenberg. „Wenn sich noch so viel ändert, hätte es sich nicht gelohnt, sich diese langwierige Arbeit anzutun.“ Denn schon bald wären die Empfehlungen nicht mehr aktuell gewesen. Und so wird

Lügdes

Polizei-Bezirksbeamter Reinhold Hartmann mit den Kindern in der Kernstadt weiterhin zu Fuß unterwegs sein und ihnen vor Ort das richtige Verhalten auf ihrem Schulweg erklären. Aber die Polizei verspricht: „Sobald die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, wird auch dieser Schulwegplan veröffentlicht.“

Neue Pläne gibt es unterdes schon für die Schulstandorte Rischenau und Elbrinxen. Sie sollen bei den Elternabenden nach den Herbstferien verteilt werden.

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Die Macher haben viel Aufwand betrieben, um die auf jede Schule individuell zugeschnittenen Faltblätter zu erstellen: „Angefangen haben wir damit vor etwa drei Jahren“, erinnert sich der Erste Polizeihauptkommissar Stührenberg, der die kreisweite Verkehrsdirektion leitet. Zunächst schwärmten alle 37 lip-

pischen Bezirksbeamten aus und schritten alle Routen mit Blick auf die Schulwegsicherheit ab – und zwar nicht nur um die Schule herum, sondern auch in den umliegenden Dörfern, aus denen die Kinder kommen.

Reinhold Hartmann hat das damals in Rischenau samt den Einzugsbereichen, Falkenhagen, Hummersen, Köterberg und Niese sowie in Elbrinxen, Sabbenhausen und Wörderfeld getan. Seine Fotos, Empfehlungen und Warnungen sowie die Sicht der Verkehrssicherheitsberater unter seinen Kollegen sind nun in zwei der bisher 65 Faltblätter eingeflossen. Die Gestaltung hat die Detmolder „Media-Werkstatt“ besorgt.

Jahr für Jahr kracht es auf Lippes Straßen etwa 7500 bis 8000 Mal. Dass im vergangenen Jahr kreisweit nur 17 Schulweg-Unfälle passierten, schreibt Polizei-Verkehrschef Stührenberg der umfassenden vorbeugenden Arbeit seiner Behörde zu.

Die Pläne sind nun eine weitere, wichtige Hilfe für mehr Sicherheit. Denn sie machen anschaulich, welche Routen sich als Schulweg eignen, wo die Kinder – und natürlich ihre Eltern – besonders aufpassen müssen und welche Stellen jüngere Kinder grundsätzlich meiden sollten.

„Wir geben ganz klare Hinweise, welche Wege man gehen soll und welche nicht“, betont Friedrich Stührenberg.

Natürlich wolle die Polizei niemanden zwingen, eine bestimmte Strecke zu nehmen. „Und vor allem will niemand die Eltern aus ihrer Pflicht entlassen“, so der Polizei-Verkehrschef weiter. Denn ihr Part wird es sein, die mithilfe des Plans ausgeguckte Strecke mit ihren Kindern abzugehen. Und zwar nicht nur einmal, sondern mehrfach. Damit Lippe mit der vergleichsweise geringen Zahl seiner Schulwegunfälle auch weiterhin landesweit einen der besten Plätze in der Statistik belegt. Denn: „Jeder Unfall ist einer zuviel“, so die Polizei.

Wer den Plan jetzt schon haben will, kann sich sein persönliches Exemplar ab sofort von der Internet-Seite der Polizei Lippe herunterladen oder ausdrucken. Die Adresse lautet www.polizei-nrw.de/lippe. Zu den Dateien geht’s über den linken grauen Balken unter „Schulwegpläne“.

empfohlener Schulweg nur in besonderer Weise

empfohlener Schulweg

gefährliche Straße, kein Schulweg

hier nicht überqueren

Die blauen Felder markie-

ren besondere Schulweg-Stellen.

In Rischenau weisen die Felder 1 und 2 auf

die stark befahrene Hauptstraße hin. Wer hier lang muss, darf nur die Ampel benutzen. An der Waldwiese (3) hilft der Zebrastreifen. Kinder, die in Biesterfeld (4) und Paenbruch über die Straße müs- sen, brauchen die Begleitung Erwachsener.

An der Schäferberg-Ein- mün- dung (4) dürfen Kin-

der nicht allein über die Un- tere Dorfstraße gehen. Sicher ist die Ampel (5). Und die Obere Dorfstraße (6) sollte nur an gut einsehbaren Stellen überquert werden. Grafiken:

Polizei/Media-Werkstatt



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