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FWG lädt Blomberger „ILEK“-Mitarbeiterin ein / Enttäuschung durch unterschiedliche Erwartungen

Internetseite fürs „Leerstandsmanagement“

Lügde. Das Thema „Leerstände“ ist ein Problem, das vielen Lügdern auf den Nägeln brennt – steht und fällt doch auch der touristische Marktwert der Emmerstadt mit dem Zustand ihrer historischen Häuser.

veröffentlicht am 04.06.2009 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:46 Uhr

Schnelle Lösungen sind für die Leerstands-Misere nicht in Sicht.
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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So mochte die Freie Wählergemeinschaft (FWG) auf einen Volltreffer gehofft haben, als sie kurzfristig für Dienstagabend zu einem öffentlichen Vortrag der ILEK-Mitarbeiterin Hannelore Brüning einlud. Doch der Schuss ging nach hinten los – und zwar gleich doppelt. Denn die Blombergerin, deren bis Jahresende befristeter „Leerstandsmanagement“-Auftrag aus dem „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept Südlippe“ erwachsen ist, wusste nach eigenem Bekunden vorher nichts von ihrer Rolle als Referentin. Vielmehr habe sie erwartet, im „Café Liuhidi“ auf die Besitzer leerstehender Immobilien zu treffen, deren Angaben sie in die ILEK-Internetseite einpflegen würde, sagte Brüning im Anschluss an das Treffen.

Denn der Aufbau und die Betreuung dieser Seite mit Angeboten aus Lügde, Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg und Schlangen seien ihre Aufgabe.

Die von Jürgen Hundertmark und den anderen Zuhörern erhofften Tipps und konkreten Lösungsansätze blieb die Blombergerin indes schuldig. Vielmehr wartet auch sie „auf Anregungen und Ideen“.

Klar machte Brüning aber: Die Einwohnerzahl von Lügde dürfte in den nächsten zwei Jahrzehnten noch einmal um einen zweistelligen Prozentsatz schrumpfen.

Hausbesitzer können Leerstände melden

Immerhin enttäuschte die Architektin am Dienstag nicht allzu viele Lügder. Denn der Einladung der FWG waren – außer deren Mitgliedern – nur wenige Besucher gefolgt, so dass Brüning den aktuellen Stand der gerade freigeschalteten, aber noch anzufütternden Internetseite in eher intimer Runde erklärte.

Die Blombergerin hofft nun darauf, dass sich möglichst viele Hausbesitzer bei ihr unter Telefon 05235/ 5099872 melden, damit sie die Leerstände, samt Foto und den wichtigsten Informationen, aufnehmen kann. Denn: „Wenn die Bürger sich nicht beteiligen, hat die Liste keinen Sinn.“ Für all jene, die noch keinen Makler eingeschaltet haben, ist das Angebot übrigens kostenfrei.

Die ganz konkrete Ursachenforschung, auf die die FWG setzte, betreibt Brüning indes weniger. Dr. Bertel Berendes machte seiner Enttäuschung denn auch gewohnt hemdsärmelig Luft: „Ich dachte, Sie seien angestellt, um uns die Wahrheit zu sagen.“ Denn die Lügder bräuchten eine Anleitung, wie mit dem Problem umzugehen sei.

Konkreter könnte es im Juni werden. Denn Katrin Buhr, die als Vertreterin der Lügder Stadtverwaltung in der ILEK-Arbeitsgruppe „Leerstandsmanagement“ mitwirkt, stellte gestern auf PN-Anfrage in Aussicht, dass das Internet-Angebot und ein zusätzlich aufgelegter Flyer demnächst noch einmal öffentlich präsentiert werden sollen.

Hannelore Brüning informiert die FWG-Mitglieder über den aktuellen Stand bei der Erstellung der gerade freigeschalteten Leerstandsmanagement- Internetseite. Fotos: jl



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