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Währung zählt bei Weihnachtswette

In Lügder Läden gibt‘s jetzt „Notgeld“

LÜGDE. An den Begriff „Notgeld“ werden ältere Menschen nicht unbedingt gute Erinnerungen haben. Denn in Zahlungsmittel-Mangelzeiten wurde es als Geld-Ersatz verwendet.Lügdes Marketing-Verein hat jetzt neue Notgeld aufgelegt – für die Wette beim Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende.

veröffentlicht am 07.12.2018 um 22:37 Uhr

Wer jetzt in Lügde einkauft, wird mit Notgeld belohnt – und kann die Weihnachtsmarkt-Wette gewinnen helfen. Foto: Lügde Marketing

Eine besonders große Menge von Notgeld wurde während des Ersten Weltkriegs, danach und während der Hyperinflation 1923 ausgegeben. 1916 war es soweit, dass das Silber in einem Markstück mehr wert war als die Mark selber. Das Horten von Silbermünzen und der Metallbedarf der Kriegsindustrie führten zu Kleingeldmangel, sodass im März 1917 offiziell der „erste Notstand“ ausgerufen wurde. Die Städte hatten keine Wahl: Sie mussten Abhilfe schaffen und brachten Notgeld heraus. Nach einiger Zeit wurde auch das Interesse von Sammlern geweckt. So werteten viele Städte und Gemeinde ndie Ersatzwährung künstlerisch auf. Sie druckten ganze Serien geschmackvoller Scheine. Erst durch die Einführung der Rentenmark galt ab dem 15. Oktober 1923 wieder eine Währung mit stabilem Wert.

Nach fast einem Jahrhundert kehrt das Notgeld nun nach in die Osterräderstadt zurück. Lügdes Marketingverein gibt der Währung eine neue, positive Bedeutung: Auf dem Weihnachtsmarkt am kommenden Samstag und Sonntag, 15. und 16. Dezember, wird sie zum Hauptbestandteil der Wette.

Zwei verschiedene Scheine „Lügder Notgeld“ sind nun seit dem Nikolaustag im Umlauf. In den teilnehmenden Geschäften erhalten Kunden für einen gewissen Einkaufswert einen Schein „Lügder Notgeld“ im Wert von 2 Euro geschenkt. Den können sie dann auf dem Lügder Weihnachtsmarkt beim Getränkekauf in einer der teilnehmenden Hütten einlösen. Die Ausgabe- und Einlösestellen sind dank eines einheitlichen Schilds erkennbar.

Werden 1000 Euro „Lügder Notgeld“ eingetauscht, gilt die Wette als gewonnen – und Bürgermeister Heinz Reker muss beim Wochenmarkt am 21. Dezember Waffeln und fairtrade-Kaffee für den guten Zweck verkaufen. (red/jl)



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