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Aber der 820 000-Euro-Überschuss hat auch noch andere Gründe

In Lügde sprudeln die Steuern

LÜGDE. Der Daueraufschwung, der Deutschlands Staatskasse laut Statistischem Bundesamt von Januar bis Juli einen Rekordüberschuss von rund 48 Milliarden Euro beschert hat, freut auch Lügdes Stadtkämmerer Hans-Jürgen Wigge. Für die ersten neun Monate 2018 kann er einen Überschuss von immerhin 820 000 Euro verkünden.

veröffentlicht am 25.09.2018 um 22:02 Uhr

Die Stadt Lügde kann 2018 nach aktuellem Stand mit 360 000 Euro Steuermehreinnahmen wirtschaften als ursprünglich geplant. Foto: dpa
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Diese Zahl übertrifft seinen Erwartungen aus der Zeit der Lügder Haushaltsplanung deutlich. Da hatte er mit einem erhofften Überschuss von nur 60 000 Euro gerechnet. Diese und andere Abweichungen präsentierte der Herr der Zahlen im Lügder Rathaus den Politikern am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss.

Das Lügde finanziell gerade so gut dasteht, hat verschiedene Ursachen. Eine davon sind die sprudelnden Steuern. So erwartet Kämmerer Wigge nun fast 4 Millionen Euro an Einkommenssteuern, also 90 000 Euro mehr als ursprünglich kalkuliert. Derweil werden die heimischen Unternehmen bis zum Jahresende voraussichtlich fast 6 Millionen Euro Gewerbesteuer zahlen. Das sind 270 000 Euro mehr als zunächst veranschlagt. Weitere Verbesserungen nicht ausgeschlossen.

Was den Haushalt der Osterräderstadt aktuell so gut aussehen lässt, sind allerdings auch die nur aufgeschobenen aber nicht aufgehobenen Ausgaben für diverse Lügder Bauprojekte. Weil sowohl im Lügder Schulzentrum auf dem Ramberg als auch auf der künftigen Feuerwehrhaus-Baustelle am Elbrinxer Storchenweg in diesem Jahr wohl keine Handwerker mehr anrücken, kann sich die Stadt die hierfür eingeplanten Ausgaben und Kreditaufnahmen einstweilen noch sparen. Zusammen mit ebenfalls später anstehenden Investitionen in die Kanäle, die Erweiterung des Rohrnetzes und die Straßenbau-Projekte Teichweg, Arminiusweg und Postweg (, bei denen aber vor allem die Anwohner zur Kasse gebeten werden) hat die Stadt hier bisher fast 1,5 Millionen Euro weniger Ausgaben als geplant. Statt Kredite über knapp 1,9 Millionen Euro aufnehmen zu müssen, kann sie sogar 835 000 Euro einsetzen, um bestehende Schulden zu verringern.

Dass Lügde deutlich über die begehrte Schwarze Null hinauskommt und aktuell sogar auf fast 3,2 Millionen Euro Liquiditätsbestand verweisen kann, hat seinen Grund zudem in weiteren Verchiedungen. Dazu zählt unter anderem der Breitbandausbau. Um die Vergabe der Aufträge für das Gewerbegebiet Siemensstraße sowie den Ausbau in einigen Ortsteilen kümmert sich der Kreis Lippe. Weil die Aufträge noch nicht vergeben sind, muss die Stadt ihren Anteil an den Kosten auch noch nicht herauszurücken.

Auch stellte kaum jemand einen Zuschussantrag zur Sanierung von Häusern und Fassaden in der Altstadt. Die Folge: Die Stadt und das Land NRW können die eingeplanten Fördermittel behalten. Da sich in Sachen „Marienhöfe“ ebenfalls bislang nichts getan hat, musste die Stadt hier noch keine Grundstücke kaufen.

Weniger Kosten als ursprünglich angenommen entstehen ihr auch durch ausländische Flüchtlinge. Zum Teil, weil das Land den Kommunen jetzt einen höheren Teil ihrer Ausgaben erstattet. Aber auch, weil die tatsächlichen Kosten unter den Ansätzen liegen. Aktuell wird mit dem Land aber noch über die Höhe der Erstattungen verhandelt.

Mit Blick auf seinen Haushalts-Zwischenbericht findet Kämmerer Wigge: „Die ersten neun Monate haben wir eindrucksvoll bewältigt.“ Das sei nicht selbstverständlich, zeuge aber auch von der jahrelangen guten Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Politik.



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