weather-image
10°

Rat beschließt: In Sabbenhausen darf in der Nähe eines Bauernhofes ein Wohnhaus gebaut werden

In enger Nachbarschaft

Lügde / Sabbenhausen. Was auch immer einem Landwirt vom Kreis Lippe einst im Jahr 1997 versprochen wurde, gilt heute nicht mehr. Das ist seit dem Lügder Ratsbeschluss vom Montag amtlich. Denn der hat nun entschieden, dass ein Haus im Bereich Bollweg näher an den Sabbenhausener Aussiedlerhof gebaut werden darf als es der Kreis dem Bauern damals zugesagt hatte.

veröffentlicht am 18.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:21 Uhr

270_008_6605273_pn_301_1809_bollweg_yt.jpg

Autor:

von Carlhermann Schmitt
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Weitere Wohnhäuser in Richtung Ihrer Hofstelle werden von hier nicht genehmigt werden“, schrieb damals eine Mitarbeiterin des Kreises eingedenk der Tatsache, dass nahe Wohnbebauung an einem Bauernhof, insbesondere wenn dieser sich der Schweinezucht verschrieben hat, Konfliktpotenzial beherbergt. Denn würden sich die neuen Nachbarn etwa durch Gerüche gestört fühlen, könnte genau das die Existenz des Hofbetriebs gefährden.

Das sei zwar richtig, bestätigte Gregor Günnewich vom Lügder Bauamt, aber für den Bauernhof sei das Wohnhaus Schützenstraße 15 entscheidend, das dort schon 1970 stand und damit deutlich vor dem Aussiedlerhof im Ort gewesen sei. Es liege mit seinen etwa 195 Metern Entfernung noch ein Stück näher als bald das Haus im Bollweg. „Wenn der Bauer um eine Erweiterung seines Betriebes ersucht oder um irgendeine Genehmigung, die in Verbindung mit Belästigung oder Beeinträchtigung von Wohnungen steht, wird immer die Schützenstraße 15 zur Entscheidung herangezogen“, erklärte Günnewich vor der Abstimmung im Rat, als er die Hintergründe zur Beschlussempfehlung der Verwaltung und des Bauausschusses den Ratsmitgliedern vortrug. Aus diesem Grund halten Verwaltung und Bauausschuss auch die Bedenken der Landwirtschaftskammer NRW sowie der IHK für unangebracht, eine Bebauung werde den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieb sowie das dort angemeldete landwirtschaftlich orientier-

te Dienstleistungsunternehmen unzulässig einschränken und damit in ihrer Existenz gefährden. Günnewich betonte, dass die Bewohner in der Nähe des Hofes nicht den gleichen Immissionsschutz genießen wie die eines reinen Wohngebietes, sondern sie auch, beispielsweise beim Einsatz von Erntemaschinen, auf die Notwendigkeiten des Bauernhofes Rücksicht zu nehmen hätten. Für die Bau-Erlaubnis spreche auch, dass das Gebäude sich in den optischen Zusammenhang der Bebauung einfüge und damit eine Baulücke geschlossen werde, was der Ausgestaltung neuer Siedlungsbereiche vorzuziehen sei. Der Beschluss, den Neubau zuzulassen, fand eine deutliche Mehrheit. Es gab drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen; die Gegenstimmen kamen von drei Landwirten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt