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Lügdes Baupolitiker schaffen Voraussetzung für Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses

In Elbrinxen wird‘s ernst: Politik schiebt Plan-Änderung an

ELBRINXEN. Viele Jahre lang wurde über ein neues Feuerwehrgerätehaus gestritten. Erst wegen wechselnder Antworten auf die Standortfrage, dann wegen der Kosten für den Neubau. Doch diese Hürden sind bekanntlich ausgeräumt. Und die Stadt drückt nun bei der Schaffung der Voraussetzungen für den Neubau auf die Tube.

veröffentlicht am 12.09.2018 um 21:39 Uhr

Elbrinxens alte Feuerwache platzt aus allen Nähten. Das ist schon am improvisierten Carport für den Mannschaftswagen zu erkennen. Doch die Lösung der Platzprobleme rückt näher. Die Stadt hat den Bauantrag fürs neue Gerätehaus schräg gegenüber gestell
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Mit Unterstützung der Lügder Baupolitiker: Sie votierten jetzt im zuständigen Ausschuss einstimmig für den Vorschlag von Bauamtsleiter Gregor Günnewich, das für den Neubau ausgeguckte Areal vorn rechts am Schützenplatz im Bebauungsplan (B-Plan) als „Fläche für Gemeinbedarf mit der Zweckbindung ,Feuerwehr‘“ zu fixieren. Der Bauamtschef holte sich in dem Zusammenhang auch das Okay der Politik zum Verzicht auf eine Umweltprüfung und auf eine frühzeitige Unterrichtung der Behörden, Organisationen und Vereine, die der Bau-Plan tangieren könnte.

Der Entwurf für die Planänderung soll nun zeitnah öffentlich ausgelegt werden. Dann werden sich alle interessierten oder betroffenen Bürger sowie Institutionen den Entwurf einen Monat lang ansehen und sich so über die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung informieren können. Ihre Sicht aufs Thema oder Einwände dazu dürfen sie der Stadtverwaltung in diesem Zeitraum ebenfalls mitteilen.

Laut Gregor Günnewich ist der Bauantrag für das neue Gerätehaus inzwischen gestellt. Nach seiner Einschätzung ist allerdings „der Mittelabfluss baulicherseits fraglich“. Das dürfte heißen: Es ist noch nicht klar, wann genau mit der Errichtung des Gebäudes begonnen werden kann.

Die Frage der Finanzierung scheint auch kein nennenswertes Problem mehr darzustellen. Dass die im städtischen Haushalt fürs Gerätehaus freigegebenen 400 000 Euro nicht ausreichen werden, ist inzwischen ohnehin allen Beteiligten klar. Mitte März hatte der von der Stadt beauftragte Planer Axel Hagemeyer (Weber – Bauzeit Architekten) die Kombination aus Fahrzeughalle für zwei Wagen und einen flacheren Sozialtrakt daneben schon öffentlich vorgestellt (wir berichteten). Die zu erwartenden Kosten schätzt der Architekt auf knapp 764 000 Euro inklusive Ausstattung und Nebenkosten. Nicht auszuschließen, dass die Stadt für den Bau auf Geld aus Düsseldorf beziehungsweise Berlin zählen kann, via Investitionsförderungsgesetz für finanzschwache Kommunen. Das hatte Stadtkämmerer Hans-Jürgen Wigge jedenfalls im März für möglich gehalten.

Das für den Neubau vorgesehene Grundstück liegt allerdings in einem Bereich, der zumindest offiziell bisher als Ausgleichsfläche gilt. Eine Fläche also, auf der eigentlich ein Ausgleich geschaffen werden soll oder sollte, wenn für Baumaßnahmen anderswo in die Natur eingegriffen wird.

Den nun geplanten Eingriff muss die Stadt laut Gregor Günnewich wiederum an anderer Stelle ausgleichen. Aber er weiß schon, wo: „Auf einer bereits vorhandenen Streuobstwiese an der Harzberger Straße. Da haben wir ein kleines Ökokonto.“

Vor Ort soll westlich des künftigen Feuerwehrhauses außerdem eine Hecke gepflanzt werden, als Abgrenzung zum nebenan stehenden Wohnhaus.

Was nach dem Neubau am Elbrinxer Storchenweg aus der alten Feuerwache schräg gegenüber werden soll, ist zwar noch nicht offiziell entschieden. Torben Blomes (SPD) Frage danach beschied der Ausschussvorsitzende Thomas Blum (CDU) so: „Da müssen wir konsequent sein: Wenn das eine fertig ist, müssen wir das andere abreißen.“



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