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Lügder Dechen ziehen trotzdem eine positive Bilanz

Immer mehr Gratisgucker beim Osterräderlauf

Lügde. Eier, Hasen und Küken, so ein Osterfest kann jeder. Aber Feuer, Qualm und das Gefühl von Gefahr, wenn man zu nah dransteht, gibt es nur in Lügde. Dechen-Sprecher Dieter Stumpe zieht nach den Osterfeiertagen eine positive Bilanz. „Wir sind rundum zufrieden, alles lief reibungslos“, sagt er. Während es in anderen Jahren immer mal wieder Einsätze der Sanitäter bedarf oder die Polizei einschreiten musste, sei dieses Jahr alles ohne Störungen verlaufen. „Der Lauf an sich hat ja auch sehr gut geklappt, die sind sehr weit gelaufen“ und obendrein spielte das Wetter auch gut mit. Selbst als nach 20 Uhr der Verkehr „ziemlich mächtig“ wurde, blieb alles in geordneten Bahnen. Allerdings, so stellte sich erst Dienstag heraus, hat es mehrere Diebstähle im Festzelt gegeben. Mindestens drei Leuten wurde dort bei der Party am Abend die Geldbörse gestohlen, wie Polizei-Bezirksbeamter Reinhold Hartmann sagt. „Wir gehen davon aus, dass sich noch mehr Leute melden“, sagt er. Die Tatzeiten liegen nur kurz hintereinander. Das habe es so noch nicht gegeben. Außerdem gab es zwei kleinere Rangeleien, wie Hartmann mitteilt.

veröffentlicht am 08.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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25 000 Besucher, so schätzt der Deche, sahen die sechs Eichenräder den Osterberg runterdonnern. Polizei-Bezirksbeamter Hartmann schließt sich dem an. „Etwa ein Drittel davon waren zahlende Gäste“, überschlägt er. Und wie immer war die Verwandtschaft der Lügder plötzlich wieder zahlreich, kam deshalb kostenlos rein. „Ich beobachte das schon länger und das ärgert uns natürlich auch“, so Stumpe. Jedes Jahr würden mehr Leute auf Balkons und Terrassen stehen. „Die bezahlen natürlich nichts, aber wir können das Gelände auch nicht hermetisch abriegeln, um so etwas zu verhindern.“ Also müsse man eben damit leben. Stumpe stört besonders, dass „ich da viele sehe, die am Karfreitag keinen Obolus geben, aber dann Leute einladen, um kostenlos zu gucken“. „Wären wir ein kommerzieller Verein, müssten wir die irgendwie auch abkassieren oder das Gelände absperren, ich habe mir das in Bodenwerder beim Lichterfest mal angeschaut, aber die haben natürlich viel mehr Geld zur Verfügung, um sich dagegen zu schützen.“ Die Einnahmen nutzen die Dechen als Polster für Jahre mit weniger Zuschauern. Für Feuerwerk, Musik, Rettungsdienst und Instandhaltung wird das Geld ebenfalls aufgewendet.

„In diesem Jahr gab es zwar keine Lasershow, so ganz abschreiben wollen wir das aber nicht, es hat eben nicht so gut geklappt beim letzten Mal, weil die Motive für viele nicht gut zu erkennen waren.“ Als vor etwa 50 Jahren das erste Feuerwerk nach dem Lauf gezündet wurde, habe es auch von allen Seiten Kritik gegeben, heute gehöre es unbedingt dazu.

Drei auf die Gabel und drei in den Korb hinten am Traktor von Franz Schlieker: Gestern sammelten die aktiven Dechen ihre 300 Kilogramm schweren Osterräder wieder ein.jmr



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