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Sportabzeichen – mancher kämpft auch im hohen Alter erfolgreich gegen den inneren Schweinehund

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LÜGDE/LIPPE. Für ihre im vorigen Jahr erbrachten Leistungen wurden lippische Freizeitsportler, Scghulen und Vereine jetzt im Kreishaus in Detmold vom Kreissportbund-Präsidenten Wilfried Starke und Landrat Dr. Axel Lehmann geehrt.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 14.06.2017 um 18:00 Uhr

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Wolfgang Siefert Reporter
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Die Badehose ist eingepackt, Laufschuhe, Stoppuhr, Bandmaß und Kugel liegen bereit. Für den 82-jährigen Hubert Neims aus Elbrinxen kann die neue Sportabzeichensaison losgehen. Der rüstige Rentner erfüllte zum 50. Mal die Bedingungen für das Goldene Sportabzeichen. Im Bereich Ausdauer legte er die 200 Meter Schwimmstrecke in 5:46 Minuten zurück, die Kugel stieß 7,30 Meter weit, den 25 Meter-Sprint im kleinen Freibad legte er in sehr guten 28,9 Sekunden zurück. Nur beim Schleuderball hatte er mit 20,50 Metern ein wenig zu kämpfen, wie er sagt mit einem Lächeln: „Das muss in diesem Jahr besser werden, wenngleich ich ein Jahr älter geworden bin.“ Solange er gesund bleibe, mache er gern weiter. Schließlich habe er bei der Gala des Landessportbundes in Essen anlässlich der Ehrung der Sportabzeichenjubilare („Das war bewegend und der Höhepunkt meines sportlichen Lebens“) einem 91-Jährigen aus dem Siegerland versprochen, dass sie beide im Wettbewerb bleiben wollen.

Der Sport gibt Impulse für ein gesünderes Leben bis ins hohe Alter. Hubert Neims ist ein Beispiel dafür. Ebenso können mit ihm die Sportabzeichenprüfer Erich Buschhart (TSV Elbrinxen) und Werner Hartmann (TuS Lügde) genannt werden, die seit Jahrzehnten nicht nur Leistungen für den Sport-Orden erbringen, sondern als Prüfer Woche für Woche fleißig Zeiten stoppen, Weiten messen und so der Bewegung ihren Stempel aufdrücken.

Bei der Ehrung der besten Schulen und Vereine im Kreisgebiet lobte KSB-Präsident Starke das starke Engagement dieser Einrichtungen. Mit 9055 Abzeichen habe der Kreis Lippe erneut ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Der fünfte Platz in Nordrhein-Westfalen zeige dabei das Niveau der Leistung. Trotz seiner 104-jährigen Geschichte sei das Sportabzeichen immer noch beliebt, bemerkte Landrat Lehmann. Auch er hatte die vier Bedingungen geschafft, beim Langstreckenlauf wurde der Verwaltungschef dabei motiviert von Lippes Vizepräsidentin Linda Stahl, ihres Zeichens Europameisterin und Olympia-Dritte von London im Sperrwerfen. Allerdings habe er noch Reserven nach oben, Silber reiche ihm nicht, kündigte Lehmann einen weiteren Versuch in diesem Jahr an.

Erneut hatten die Schulen den größten Anteil am Erfolg, die Resonanz in mancher weiterführenden Einrichtung blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Das für 2017 ausgegebene Ziel, die Marke von 10 000 Teilnehmern im Kreis Lippe zu durchbrechen, dürfte keine Utopie sein.

Mit 712 Sportabzeichen setzte sich im vorigen Jahr der Stadtsportverband Lügde beim Vergleich der 16 lippischen Städte und Gemeinden erneut als Kreissieger durch – vor Bad Salzuflen und Augustdorf. Das bedeutet den sechsten Platz unter den über 300 Verbänden in ganz NRW. Und mit 442 Jugendlichen sicherten sich die Lügder mit rund 40 Prozent Teilnehmerquote klar den Kreispokalsieg vor Bad Salzuflen (26 Prozent) und Horn-Bad Meinberg (23). „Was ist denn bei euch los? Seit Jahren räumt ihr alle Pokale ab“ – ein größeres Lob von KSB-Präsident und Landrat gibt es wohl kaum.

Die Johannes-Gigas-Schule erntete mit einer Quote von 31 Prozent bei den Sekundarschulen mit großem Vorsprung den Titel. Bei den Grundschulen kam St. Marien Lügde (56 Prozent) auf den fünften Platz, die Gemeinschaftsgrundschule Rischenau liegt mit Platz 15 knapp vor der Bildungsschule Harzberg auf Rang 17 unter insgesamt 41 Schulen.

Bei den Vereinen bis 250 Mitglieder verteidigte der SV HW Falkenhagen seinen dritten Platz aus dem Vorjahr (51 Absolventen), knapp dahinter, auf dem fünften Platz, rangiert der SuS Hummersen (31 Prüfungen).

In der Gruppe C (bis 500 Mitglieder) schaffte es der TSV Rischenau mit 37 Prüfungen (8,1 Prozent) auf Rang sechs. Einen spannenden Kampf lieferten sich in der Gruppe D (bis 1000 Mitglieder) der TuS Lügde (Platz 1, 161 Prüfungen, 19 Prozent) und der TSV Elbrinxen (Platz 2, 136 Prüfungen, 16,9 Prozent). Der Kreispokal bleibt also in der Emmerstadt.

Einen Konkurrenzkampf gibt es beim Sportabzeichenwettbewerb nicht, dafür sind auch die Sachpreise eher symbolisch: Schlagbälle und manchmal auch eine Stoppuhr. Und so werden Hubert Neims, Erich Buschhart und Werner Hartmann wieder in der ersten Reihe stehen und sich für das Sportabzeichen engagieren, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Sie haben ein Ziel und das sollte für andere Motivation sein, es ihnen nachzumachen.



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