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So lockt die DLRG zum (Rettungs)schwimmen

Im Freibad schnappt der Weiße Hai zu

Elbrinxen. Sommer, Sonne, Freibadvergnügen – das diesjährige DLRG-Fest hatte die besten äußeren Bedingungen. Rund 40 Kinder und Jugendliche wurden bei ihren Spielen im und am Wasser bestens betreut und unterhalten. Wassertransport, Schwämmespiel, Luftmatratzenrennen und vieles mehr hatte das Orga-Team auf die Beine gestellt.

veröffentlicht am 02.08.2015 um 20:16 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Wolfgang Siefert
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Aber die Vorführungen der Lebensretter haben längst nicht nur unterhaltsamen Charakter. Sie wollen das Augenmark der Besucher auf das Rettungsschwimmen mit all seinen Anforderungen richten. Die Jugendgruppe zeigte verschiedene Rettungsaufgaben zu Land und insbesondere im Wasser. Und die Besucher bestaunten die Leistungen der jungen Leute.

Tobias Köster (15) ist einer der hoffnungsvollen Junior-Retter. Seit fünf Jahren ist der dabei. „Ich lerne, um im Gefahrenfall Menschenleben retten zu können“, sagt er. „Das ist für mich eine besondere Herausforderung, der ich mich gern stelle.“ Seine kurze Erklärung klingt ebenso plausibel wie zielgerichtet.

Regelmäßig mit seinen Freunden bei den Lehrabenden zu sein – das erfordert ein hohes Maß an Disziplin. „Für die gute Ausbildung braucht man eine Qualität der Ausbilder. Und da haben wir mit Julia Zurmühlen, Sarah Christophersen, Nils Heineker, Maik Hagemeyer und Kim Reitemeyer ein gutes Team.“ Darin sieht Christina von der Heide den eigentlichen Schlüssel zum Erfolg. Aber auch Ausflüge wie zuletzt das Camp am Edersee oder die Rettungswachen, bei denen die Jüngsten schon einmal als Wachschüler schnuppern dürfen, zeugen von der Vielseitigkeit des Lernprogramms.

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Die zur Ausbildung erforderliche Herz-Lungen-Wiederbelebungspuppe ist allerdings mittlerweile in die Jahre gekommen. Sie muss im kommenden Jahr durch einen neuen Dummy ersetzt werden. Doch noch ist die Finanzierung der 3000 Euro teuren Investition nicht gesichert.

Die Zahl der Nichtschwimmer steigt nach einer Studie der DLRG besorgniserregend an. Die kleine Ortsgruppe Elbrinxen setzt hiergegen seit acht Jahren ein Zeichen: Sie führt auch in diesem Jahr einen Nichtschwimmerkurs für Kinder durch. 14 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 6 und 9 Jahren sind es in diesem Sommer. An zwölf Kurstagen erlernen sie das Schwimmen. Ziel ist es, über das Seepferdchen (25 Meter Schwimmen) den Freischwimmerschein zu erlangen. Denn erst der bietet nach Aussage von Christina von der Heide den Nachweis des sicheren Schwimmens.

Die Arbeit der DLRG setzt aber noch früher ein. „Wir gehen bewusst schon in die Kindergärten, möchten die Kinder schon früh mit der Materie Wasser in Kontakt bringen und sie das richtige Verhalten lehren“, erklärt von der Heide. Sie hat sich deshalb gemeinsam mit Annika Hagemeyer zur Kindergarten-Teamerin ausbilden lassen hat. Erste Auftritte in den beiden städtischen Kitas in Sabbenhausen und Falkenhagen sind vielversprechend gelaufen, berichtet sie.

Tobias Köster hat sicht viel Zeit zum Plaudern, denn er muss schnell zur Maske, denn auch in diesem Jahr hat die Jugendgruppe einen besonderen Rettungseinsatz einstudiert. „Arielle und der weiße Hai“ heißt die von Sarah Christophersen einstudierte Geschichte. Vincent Langhardt führt als Hai einen Angriff aus, der Dank der beherzten Rettung durch die DLRG noch einmal glimpflich ausgeht. Tobias Köster und Sarina Christophersen bringen die „schwer bissverletzte“ Belana Trope in das sichere Freibadgelände.

Man sieht: Auch Showeinlagen gehören zur Ausbildung, vielleicht sind auch sie ein Schlüssel zum Erfolg.

Eben noch mimte Belana Trope das IT-Girl (li.), doch bald darauf muss „Arielle“ nach einem Haiangriff von Tobias Köster (li.) und Sarina Christophersen (re.) „gerettet“ werden. heb



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