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Sabbenhausener Kindergarten-„Quasselkasper“ sind ganz dicht dran an der Natur

Im Bienenhotel kommt’s auf die Löcher an

Sabbenhausen (jl). „Kannst Du mir da noch Lehm ‚reinmachen?“, fragt Sasha (6) – und natürlich kommt Ann-Christine Belforth (16) von der Waldjugend Steinheim der Bitte sofort nach und füllt eine Schippe brauner Erde ins Dach des hölzernen Häuschens. Den Lehm müssen Sasha und die anderen Kinder der Sprachfördergruppe „Quasselkasper“ im Kindergarten Sabbenhausen mit einem Holzstab ganz fest stampfen, damit Ann-Christines Großvater Helmut Struck später ein paar Löcher hineinbohren kann. Diese Hohlräume sowie das dicht an dicht ins Haus-Unterteil gestopfte Schilfrohr und weitere in die Wände gebohrte Löcher machen die Häuschen zum „Bienenhotel“. Die zwischen zwei und sieben Millimeter großen Löcher darin bieten diversen Bienenarten einen Unterschlupf, den die Tiere in Zeiten des Massivhausbaus in unseren Kulturlandschaften immer seltener finden.

veröffentlicht am 14.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:41 Uhr

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Jedes Kind, das an der Aktion teilnimmt, darf „sein“ Hotel mit nach Hause nehmen. Im Garten oder am Balkon aufgehängt, sollen die von Helmut Struck perfekt vorgesägten und zusammengeschraubten Holzhäuschen Wildbienen das Nisten ermöglichen. „Denn die Hälfte aller etwa 500 Wildbienenarten bei uns ist in ihrem Bestand gefährdet“, weiß der 71 Jahre alte Waldjugend-Aktivist, der von seiner Frau Ingrid unterstützt wird.

Die Strucks sorgen auch dafür, dass die Sabbenhausener „Quasselkasper“ und ein paar Hortkinder erst gar keine Angst vor den Insekten bekommen. Denn, so erklären sie: „Wildbienen leben allein. Weil sie keinen Staat zu verteidigen haben, stechen sie auch nicht.“

Bei Aktionen wie dieser erfahren die Kinder nicht nur Wissenswertes über die Natur, sondern trainieren ganz nebenbei ihre Sprachfertigkeiten und die Feinmotorik.

Die Einladung in die Großgemeinde Lügde hat der pensionierte Polizeibeamte Struck der Erzieherin Hannelore Gröne zu verdanken. Sie verbindet mit dem Aktionstag einen Teil ihrer Fortbildung zur Integrationskraft.

Noch ein Schippchen Lehm – und dann wird weitergestampft: die Sabbenhau-sener „Quasselkasper“ bauen mit der Waldjugend „Bienenhotels“. Foto: jl



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