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Stadtwald wirft Gewinn ab / Tausende Bäume werden neu gepflanzt

Holz zu Geld gemacht

LÜGDE. Gut 50000 Euro wird der Chef des Lügder Forstamtes, Dietmar Blum, mit dem 582 Hektar großen Stadtwald in diesem Jahr erwirtschaften. Dabei stehen Erträge von 230 800 Euro Aufwendungen von 180 600 Euro gegenüber. Allein die Hälfte davon geht an Forstunternehmer, die für das Ernten des wertvollen Rohstoffes Holz eingesetzt werden.

veröffentlicht am 29.11.2017 um 18:16 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 21:24 Uhr

Forstamtsleiter Dietmar Blum erläutert im zuständigen Fachausschuss die Wirtschaftszahlen des Lügder Stadtwaldes. Foto: Yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Das ist in Lügde im Vergleich zu anderen Kommunalwäldern in NRW besonders hoch, weil wir mit 54 Prozent einen deutlich höheren Anteil an Buchen vermarkten, als die anderen Forstbetriebe, die bei lediglich 40 Prozent liegen.“

Buchen müssen individuell sortiert werden, während Fichten, die in den anderen Forsten einen Anteil von 55 Prozent am Gesamteinschlag aufweisen, mechanischer vermarktet werden können. Dennoch konnte Lügde 2016 mit 86,48 Euro einen höheren Reinertrag pro Hektar erzielen als die anderen. „Denn der positive Effekt ist, dass wir mit dem hohen Buchenanteil bei der Unterhaltung des Waldvermögens und den Verwaltungskosten überproportional sparen“, erklärte Blum vor dem Lügder Ausschuss für Ordnung, Umwelt und Forsten.

Der Erlös für Holz hängt stark von der Qualität ab: Für langes Stammholz, von dem mit 2200 Festmeter am weitaus meisten verkauft wurde, gab es 80 Euro pro Festmeter. Für 640 Festmeter langes Energieholz gab es noch jeweils 47 Euro. Am billigsten war das kurze Industrieholz mit 36 Euro, von dem noch 200 Festmeter verkauft wurden. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit insgesamt 3800 Festmeter knapp ein Drittel mehr verkauft. Dass der Erlös daraus mit 226 400 Euro gegenüber 209 500 Euro im Vorjahr nicht so deutlich anstieg, liegt an den gesunkenen Preisen, die erzielt werden konnten. Dazu kommen noch Erträge aus Jagdpacht mit 4200 Euro und 200 Euro für Holzlesescheine. So summieren sich die Erträge auf 230 800 Euro. Die Aufwendungen für das Waldvermögen und die Forstunternehmer sind auch gestiegen, sodass insgesamt 180 600 Euro von den Erlösen abgezogen werden müssen. Es bleibt ein Überschuss von 50 200 Euro. Und mit ungefähr dem gleichen Ergebnis rechnet Blum auch für das kommende Jahr. Er schlug dem Ausschuss einen Verkauf von 3550 Festmeter Holz vor, vor allem Fichte mit 2110 Festmeter, gefolgt von Buche mit 1250. Dem folgen die Ausschussmitglieder ebenso wie dem Kulturplan für 2018. Danach sollen 2,2 Hektar wieder aufgeforstet werden mit 2000 Fichten, 2500 Douglasien, 500 Buchen und 200 Elsbeeren. Bereits bestehende Kulturen sollen nachgebessert werden. 3000 Buchen, 2500 Douglasien, 5000 Fichten sowie 500 Lärchen und 200 Elsbeeren sollen durch Auspflanzen der natürlichen Verjüngung angesiedelt werden.

Der hohe Anteil an Buchen (Foto re.) hält die Kosten bei der Unterhaltung des Waldes in Grenzen. Foto: dpa
  • Der hohe Anteil an Buchen (Foto re.) hält die Kosten bei der Unterhaltung des Waldes in Grenzen. Foto: dpa


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