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Die Pyrmonterin Annegret Glawe-Tödtmann zeigt knapp 50 ihrer Arbeiten

Heimatmuseum treibt es bunt

Lügde. Die künstlerische Entwicklung in über 40 Jahren kreativen Schaffens ist den Bildern von Annegret Glawe-Tödtmann anzusehen. Und die Vergleiche kann man nun im Heimatmuseum Lügde ziehen, wo die Pyrmonterin seit Freitagabend in einer großen Retrospektive knapp 50 Bilder aus vier Schaffensdekaden präsentiert.

veröffentlicht am 11.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Bei der gut besuchten Eröffnung würdigte Hans Jürgen Leßmann vom Heimat- und Museumsverein die Ausstellung „40 Jahre Malerei“, die unmittelbar auf die ebenfalls von Annegret Glawe-Tödtmann mit Illustrationen bestückte Schau zu den Lügder Sagen folgt.

Die meisten Bilder sind in den Lieblingstechniken der Malerin angelegt, Acryl und Pastellkreide. Da finden sich etwa in der ersten Schaffensdekade Tierporträts und Landschaften, teils in düsteren Stimmungen, die den damaligen Seelenzustand nach einer schweren Erkrankung widerspiegeln. In der zweiten Dekade werden die Bildformate größer, der Strich wird freier und expressiver. In dieser Zeit, also ab ungefähr 1986, ist die Pastellmalerei stark vertreten. Es ist die Zeit, in der Anngret Glawe-Tödtmann ihr Wissen in der Volkshochschule über 15 Jahre hinweg auch viele anderen Interessierten vermittelt. Man muss schon im Heimatmuseum herumwandern, um die zwischen den normalen Museumsexponaten aufgehängten und aufgestellten Werke zu entdecken. In den schummerigen und niedrigen Räumen des Obergeschosses entfalten die farbkräftigen Bilder eine eigentümlich anziehende Wirkung – so, als gehörten sie schon immer hierher.

Im ganz eigenen Bereich der Lügder Zigarrenfabrikation finden sich da plötzlich diverse Eulen, gemalt und plastisch aus frostsicherem Material, ein Lieblingsmotiv aus der dritten Schaffensdekade. In diese gehören auch die rauen und sensiblen Landschaftsbilder von der mecklenburgischen Küste, denen man ansieht, dass die Malerin eine tiefe emotionale Bindung zu der charakteristischen Fischland/Darß-Landschaft besitzt. Und dann fallen die kleinen Gegenstände ins Auge. Denn die vierte Dekade ab dem Jahr 2000 zeigt kleine, feine Gegenstände wie Anstecknadeln, Broschen, bemalte Steine und Eier, die mit ihren winzigen, akribisch gestalteten Motiven ein genaues Hinschauen erfordern. Da tauchen dann auch in verschiedenen Größen Schneeglöckchen auf, die jedes Jahr zur ausklingenden Winterzeit ein Hauptthema bilden. Eigentlich soll diese Ausstellung, so Annegret Glawe-Tödtmann, ihre letzte sein. Doch wenn man die Energie und Tatkraft der weiterhin tätigen Pyrmonterin betrachtet, hofft man doch, dass sie in einiger Zeit diesen Entschluss wieder revidiert und die Menschen im Emmertal mit ihren Bildern erfreut.



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