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Tonnenschwere Deko für den Wanderweg

Harte Arbeit mit Gefühl am Schildberg

Lügde. Sind da gleich vier Sisyphusse am Werk? Irrtum, der Schein trügt: Die Männer rollen nicht etwa zur Strafe einen beinahe tonnenschweren Stein den Schildberg hinauf. Und ihre Mühe ist auch keineswegs vergeblich. Vielmehr dient ihr Einsatz der anstehenden Dekoration des Naturerlebnispfades. Dazu platzieren sie mehrere Findlinge am Weg. Den Transport hinauf haben zuvor Mitarbeiter des Lügder Bauhofs erledigt. Nun gilt es, die Steine zu platzieren.

veröffentlicht am 06.08.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Am Steuer des Treckers sitzt Josef Hoppenstock. Der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins legt einen Findling nach kurzem Rangieren wunschgemäß ab. Der Rest ist Feinarbeit – allerdings von der schweren Sorte. Denn der Stein soll nicht irgendwie in der Gegend herumliegen. Sondern: Ausrichtung und Neigung müssen passen. Denn er dient als Sockel für eine Fototafel mit einer Luftaufnahme. Die hat Dieter Stumpe bei Markus Kleinsorge in Auftrag gegeben, „damit die Leute das Tal sehen“. Das Drohnenfoto zeigt den Schildberg von oben. So gestattet es An- und Ausblicke, die Wanderern im Sommer verwehrt bleiben, weil die dichte Vegetation am Hang den Blick ins Tal versperrt. Einfach eine Schneise in den Wald schlagen – das käme nicht infrage.

Warum der Schildberg mit den Überresten der wohl fast 1000 Jahre alten Schildburg Dieter Stumpe so wichtig ist: „95 Prozent der Lügder kannten die Burg doch gar nicht“, glaubt er – und hat sich nach der Einrichtung des Mythenweges an der Herlingsburg vorgenommen, das zu ändern.

Herausgekommen ist nun, nach dem in Regie von Carolin Nasse erarbeiteten Schildberg-Pfad (wir berichteten), auch ein Rundgang. In einem zunächst in 500er-Auflage gedruckten Flyer hat Stumpe kurz zusammengefasst, was über die Burg bekannt ist. Wer einen der an der Schutzhütte deponierten Zettel zur Hand nimmt, kann das Gelände mit den Burgresten mittels einer Routen-Beschreibung sowie einer Zeichnung abschreiten. „Dann brauche ich nicht immer mitzugehen“, scherzt der 74-Jährige.

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  • Josef Hoppenstock markiert die Punkte zum Festschrauben der Fotoplatte auf dem Findling. jl
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  • Maßarbeit mit Pferdestärken: Dieter Stumpe zeigt Josef Hoppenstock, wo er den Stein abkippen soll. jl

Am kommenden Sonntag, 9. August, ist das allerdings anders. Da bietet Doieter Stumpe allen Interessierten eine geführte Tour auf dem Naturerlebnispfad an. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Wandertafel am Schildweg / Königsgrund (Abzweig Richtung Wald in der Kurve vom Schildweg). Die 5-Kilometer-Tour durch ein Stück Lügder Geschichte dauert etwa drei Stunden lang. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder (bis 14 Jahre) sind frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.



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