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Nicht alle Sabbenhausener wollen einen schön gemachten Eulenwinkel

Grundsanierung – ja oder nein?

SABBENHAUSEN. Die Stadt Lügde will nach Jahrzehnten im Ortsteil Sabbenhausen eine Anliegerstraße grundsanieren: Eine neue Teerdecke soll auf verstärkten Unterbau aufgetragen, Seitenbereiche sollen gepflastert werden. Doch die Anlieger im Eulenwinkel legen gar keinen Wert auf diese Verbesserung ihres Wohnumfeldes.

veröffentlicht am 15.06.2016 um 19:25 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Zumindest im westlichen Teil der Straße solle man doch alles beim Alten belassen, heißt es im Eulenwinkel. Denn dort fürchtet man explodierende Anliegerkosten. Jetzt beschäftigte sich Lügdes Bauausschuss mit der in die Jahre gekommenen Straße.

Eigentlich ist der Ausbau des Eulenwinkels Teil des Straßenbauprogramms der Stadt Lügde in diesem Jahr. Im März hatte deshalb eine Anliegerversammlung mit dem planenden Ingenieurbüro vor Ort stattgefunden, bei der die Maßnahme vorgestellt worden war. Bereits damals hatten die Anlieger jedoch einen Ausbau des augenscheinlich noch besseren westlichen Straßenteils abgelehnt. In einer schriftlichen Eingabe an Bürgermeister Reker legten die Eulenwinkel-Bewohner Anfang Mai dann sogar einen Widerspruch gegen die geplante Baumaßnahme ein. Die Folge: Alles wurde erst einmal gestoppt.

In der Bauausschuss-Sitzung machten sich Politik und Verwaltung daher auf die Suche nach einer von allen Seiten akzeptablen Lösung. Dabei machte die Bauverwaltung der Stadt noch einmal deutlich, dass man nach wie vor für das Aufbringen einer durchgehend neuen Decke im gesamten Straßenverlauf ist.

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  • Westteil: Hier finden die Eulenwinkler eigentlich noch alles hübsch. Foto: joa

Dafür sprächen zum einen technische Gründe; zum anderen hätten Probebohrungen ergeben, dass die Tragschicht der Straße zu dünn ist und nicht mehr den heutigen Minimal-Kriterien für den Bau einer Anliegerstraße mit geringer Belastung entspricht. Gewisse Standards müssten aber heute beim Straßenbau erfüllt werden, um sicherzustellen, dass nicht schon in wenigen Jahren neue Absackungen kostspielig ausgebessert werden müssen.

Als Alternativen vorgeschlagen wurden daher von den Baufachleuten zwei Ausbauvarianten: einmal ein kompletter Vollausbau auf ausgekoffertem und vorschriftsmäßigem Baugrund, und das auf alle Fälle im Ostbereich. Zum anderen gäbe es als Variante im Westabschnitt die Möglichkeit, erst nur einmal die Straßendecke abzufräsen und dann die Tragfähigkeit des Untergrunds von einer Fachfirma mittels einer Druckprüfung zu testen.

Sollte diese positiv ausfallen, könnte die Tragschicht erhalten bleiben und nur eine neue Asphaltdecke aufgezogen werden. Als weiteren Kompromiss für die widersprechenden Anlieger stimmte die Politik dafür, auf eine Pflasterung im Seitenbereich zu verzichten und nur eine kostengünstigere Schotterrasenfläche anzulegen. Diese Abstimmung des Bauausschusses war einstimmig.



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