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Ausschussmehrheit für Empfehlung

Große Sanierung für die Kampfbahn

Lügde (jl). Dass der vor allem durch die Tunnel-Bauarbeiten schwer ramponierten Emmerkampfbahn eine gründliche Sanierung bevorsteht, wird immer wahrscheinlicher. Denn am Montagabend votierte die Mehrheit der Politiker im Bau- und Planungsausschuss für die große von zwei Lösungen: 13 Mitglieder des Gremiums hoben den Arm für die Variante, die die Stadt Lügde 160 000 Euro kosten soll; für die restlichen Kosten kommt das Land auf.

veröffentlicht am 04.02.2009 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

Die Emmerkampfbahn ist durch den Tunnelbau ramponiert worden. We
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Müller kritisiert große

Lösung für „Bolzplatz“

Gegen den Vorschlag der Verwaltung stimmten nur Reinhard Müller (CDU) und Franz-Joseph Kuffner (FDP). Müller erinnerte an die Bauausschusssitzung vom Juni 2008, als die Mehrheit der Politiker die Kosten von damals insgesamt 300 000 Euro als zu hoch empfunden habe. „Es will mir nicht in den Kopf, dass ein 40 Jahre lang bespielter Platz heute nicht mehr in Ordnung ist“ – zumal es ein „Bolzplatz“ für Mannschaften sei, „die in der zweiten Kreisliga spielen“.

Kritisch sah die große Lösung auch Müllers Fraktionskollege Thorsten Klinge. Er forderte, den derzeit 109 Meter langen Platz, der laut Plan auf etwa 100 Metern hergerichtet werden soll, auf die Mindestgröße von 90 Metern zu verkürzen, um Kosten zu sparen. Denn, so Klinge: „Wir finanzieren das alles fremd und müssen versuchen, so viel Geld einzusparen wie möglich.“ Einer Verkürzung des Platzes stehen laut Bauamtsleiter Günter Loges jedoch die übriggebliebenen Flutlichter entgegen, die dann versetzt werden müssten – was neue Kosten zur Folge hätte.

Trotz einiger skeptischer Fragen ließen sich die meisten Ausschussmitglieder durch Loges von der Notwendigkeit der großen Lösung für den „seit über drei Jahren nicht mehr bespielbaren Platz“ überzeugen. So hatte ein von der Stadtverwaltung eingeschalteter Sachverständiger dem Platz generell schlechte Bodenverhältnisse attestiert, die ihre Ursache sowohl in der Verdichtung des Erdreichs durch Baufahrzeuge als auch in der Fremdnutzung durch Fahrzeuge etwa an Ostern hätten. Problematisch sei auch der Tunnelbereich, denn hier könne wegen des Betons nicht einfach der Boden aufgeschüttet werden. Die Erd- und Rasenschicht wäre dann dort so flach, dass dieser Abschnitt im Sommer sofort austrocknen würde. An anderen Stellen des Platzes wiederum lägen die in großem Abstand eingebrachten Drainagerohre direkt unter der Grasnarbe.

Der Standort der alten TuS-Umkleide. Nur, wenn der Verein seinen
  • Der Standort der alten TuS-Umkleide. Nur, wenn der Verein seinen Teil an den Kosten stemmen kann, wird auch der Sportplatz saniert.

Loges jedenfalls empfahl, wie vom Gutachter favorisiert, „die nachhaltige Lösung, weil sie auf Dauer günstiger ist“.

„Kernstadt nicht

behandeln wie ein Dorf“

Den von Reinhard Müller empfundenen Widerspruch zwischen Sportpauschalen-Sparzwang und der avisierten Sanierung erkannte Jürgen Hundertmark (FWG) nicht. „Das eine sind Unterhaltungskosten, das andere Investitionen“, fand er. Und: „Die Kernstadt kann nicht behandelt werden wie ein Dorf mit 400 Einwohnern.“ Rüdiger Bode (SPD) fragte rhetorisch: „Was nützt uns ein Sportplatz, den wir bei schlechtem Wetter nicht bespielen können?!“ Und der Ausschussvorsitzende Frank Ohms (CDU) sprach sich dafür aus, lieber in „etwas Vernünftiges“ zu investieren. Franz-Josef Hönerbach (FWG) meinte kurz und bündig: „Der Platz ist fertig.“

Reinhard Müller wollte zum Schluss noch wissen, ob der Platz auch dann aufwändig saniert werde, „wenn der TuS den Neubau seiner Umkleide nicht auf die Reihe kriegt“. Daraufhin erklärte Günter Loges: „Dann würde das Ganze hier noch einmal vorgetragen werden.“ Möglicherweise mit anderem Resultat…

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