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Ab nächster Woche lässt die Stadt wieder Ratten bekämpfen / Bei Nager-Alarm Anruf erwünscht

Gift in kleinen Beuteln

Lügde. Sie tummeln sich am liebsten dort, wo sie Ruhe vor den Menschen haben. Ratten scheuen weder Feuchtigkeit noch Gestank und haben damit – theoretisch zumindest – die Lügder „Unterwelt“ ganz für sich. Denn je mehr Hausfrauen und -männer ihre Essensreste ins Klo kippen, desto besser lebt es sich im Kanalnetz der Stadt. Unter diesen Bedingungen vermehren sich die Nager rasant. Ein Rattenweibchen kann alle drei Wochen ein Dutzend Junge zur Welt bringen. Die Jungtiere sind nach rund sieben Wochen geschlechtsreif. Ratten können sich somit schier explosionsartig vermehren.

veröffentlicht am 14.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:21 Uhr

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Damit die lästigen bis schädlichen Nager genau das nicht tun, schreitet das Ordnungsamt regelmäßig zur „Rattenvertilgung“. Die nächste Aktion startet am Montag, 20. Oktober, und dauert bis 5. November. Während dieser Zeit werden an Wasserläufen und im gesamten Kanalsystem Köder ausgelegt und geprüft. Um die schädlichen Nager in Schach zu halten, setzt die Stadtverwaltung auf die Mithilfe der Bürger. Wer als Besitzer oder Mieter auf seinem Grundstück in der Stadt und in den Ortsteilen Ratten sieht, wird gebeten, das schnellstmöglich im Rathaus zu melden – und zwar bei Juliane Giesbrecht im Ordnungsamt (Telefon 05281/770832).

Ein Bitterstoff, mit dem die Köder versetzt sind, soll verhindern, dass Haustiere das Gift „Brodifacoum“ fressen. Aber vor allem besonders junge oder alte Hunde schmecken den Bitterstoff nicht unbedingt. „Vorsorglich sind unbefugte Personen und Haustiere von dem Vernichtungsmittel fernzuhalten“, betont deshalb Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne. Allerdings würden die Köder-Stellen durch Warnzettel markiert.

Übrigens: Seit die Stadt Lügde sich 2008 dazu entschloss, die Vertilgung einmal pro Jahr flächendeckend in dem etwa 86 Quadratkilometer großen Stadtgebiet durchführen zu lassen, ist das Ratten-Aufkommen deutlich zurückgegangen. „Wir haben den Bestand gut reduziert“, sagt Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne. Wurden früher alle zwei Jahre bis zu 1000 Tiere entdeckt, so waren es zuletzt nur noch 100 bis 200 Ratten im ganzen Stadtgebiet.

Gut möglich aber auch, dass sich inzwischen herumgesprochen hat, was jeder Einwohner selber tun kann, um Ratten fernzuhalten. Stichwort: Kompost. „Da dürfen keine Essensreste und Kleintierabfall drauf“, betont Köhne. Die Rattenvertilger sind täglich von 7.30 bis 16.30 Uhr unterwegs. Ihre Einsatzorte sind am Montag, 20. Oktober, die Ortsteile Hummersen, Köterberg und Niese, am Dienstag, 21.10., Rischenau und Falkenhagen, am Mittwoch, 22.10., Wörderfeld und Sabbenhausen, am Donnerstag, 23.10., Sabbenhausen, Winkhausen und Ratsiek, am Montag und Dienstag, 27. und 28. 10., Elbrinxen sowie Harzberg sowie die Aussiedlerhöfe, am Mittwoch, 29.10., Lügde (östlich des Bahnhofs), am Donnerstag, 30.10., der Bereich nördlich der Kernstadt (Firma Schaper über Schwimmbad bis Kreuzstraße), am Montag, 3. November, Dallensen, An der Oelwiese und Unter den Klippen, am Dienstag, 4.11., die Kernstadt und am Mittwoch, 5. November, schließlich die Bereiche Sonnenhof, Blankenburg, Fuchsholz Uhlensen und Hermannstal. Das mit der Durchführung beauftragte Personal hat vom Ordnungsamt ausgestellte Ausweise dabei. Die Kosten der Rattenvertilgung trägt übrigens die Stadt. red/jl



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