weather-image
22°
Offene Ganztagsschule muss laut Gesetzt den Hort ablösen / Bisheriges Angebot läuft 2012 aus

Gibt’s genug Kinder für eine OGS Rischenau?

Rischenau (rr). Soll und kann die Grundschule Rischenau zu einer Offenen Ganztagsschule (OGS) umgewandelt werden? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Kinder, Eltern und Lehrer? – Um den aus diesen Fragen resultierenden Berg weiterer Unklarheiten zumindest weitgehend ab- und damit Vertrauen aufzubauen, versammelten sich am Dienstagabend diverse Experten sowie Eltern in der Grundschule Rischenau.

veröffentlicht am 04.03.2009 um 20:30 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

Birgit Felchner stellt ein umfangreiches Nachmittagsangebot vor.
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Barbara Gutenbeil hatte als Schulleiterin geladen und praktizierende Ganztagslehrerinnen sowie Erzieherinnen sowie die Verwaltung der Stadt Lügde standen Rede und Antwort. Klar ist: Das im August 2008 in Kraft getretene Kinderbildungsgesetz (KiBiz) des Landes NRW sieht eine ganztägige Betreuung von Schulkindern in Kindertageseinrichtungen künftig nicht mehr vor und sorgt damit für landesweite Kontroversen, Beschwerden und Demonstrationen.

Erzieherinnen sehen

Arbeitsplätze in Gefahr

Erzieherinnen sehen unter Umständen Arbeitsplätze in Gefahr, wenn Kinder nicht mehr in den Tagesstätten, sondern in den OGS betreut werden sollen. „Schulkinder sind Schulangelegenheiten“, zitierte Anneli Runte, Leiterin der OGS Lügde, eine Aussage des Kreises und des Landes. Ihre Bilanz fiel indes positiv aus: In Lügde funktioniere die Betreuung der Grundschülerinnen und -schüler mit einem Angebot von der Hausaufgabenhilfe über Kochkurse oder Akrobatik sehr gut.

Für Rischenau, so Barbara Gutenbeil, seien die Bedingungen jedoch andere: Während die nötigen baulichen Veränderungen in Sachen Speisesaal oder Küche sich im kleinen Rahmen hielten – große Maßnahmen könne das Land ohnehin nicht stemmen –, seien die Voraussetzungen seitens des Schüleraufkommens kritisch zu beurteilen.

Das unterstrich auch Walter Schrader vom Amt für Zentrale Dienste der Stadt Lügde, der die negativen Auswirkungen von „KiBiz“ für Flächengemeinden wie Lügde herausstellte: Wenn die Kinderbetreuung zum 31. Juli 2012 in Tageseinrichtungen ausläuft, gibt es kein Geld mehr; und schon jetzt zahlt das Land nicht mehr für neue Hortkinder.

Eltern-Beitrag zwischen

10 und 150 Euro

Für die Grundschüler ist die OGS dann die einzige Möglichkeit, vor und nach der Schule eine Anlaufstelle zu haben; dafür stellt das Land dann pro Kind 820 Euro zur Verfügung. 410 Euro kommen von der Kommune, und die Eltern müssen einen einkommensabhängigen Beitrag von 10 bis 150 Euro zahlen. Das zweite Kind wird niedriger eingestuft, ab dem dritten Kind entfällt der Beitrag. Das alles nützt aber nichts, wenn sich nicht mindestens 25 Kinder für Gruppe finden. Und die Zahl der Einschulungen werde von 184 (2009) auf 132 im Jahr 2014/15 sinken. Keine Kinder – eine OGS.

Daher wird Walter Schrader auch bereits aktiv: „Wir müssen jetzt schon einen Antrag auf Einrichtung einer OGS stellen“, sagte er und versuchte bereits in einer kleinen Umfrage die Einschulungswilligkeit der anwesenden Eltern festzustellen – mit magerem Ergebnis. Offene Fragen gibt es noch genug, vor allem organisatorischer und familiärer Art. Kreative Lösungen sind gefragt, und Barbara Gutenbeil meinte optimistisch: „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen!“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt