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Heike Hasse gibt der historischen Figur die Farbe

Geschichte vor der Haustür – ein Hermann in Lügde

Lügde (jhe). Mitten im Raum steht der Hüne und reckt sein silbernes Schwert in die Luft. Unzählige Pinsel, Farbdosen und Modellzeichnungen umgeben den Germanen. Heike Hasse stellt sich auf eine Fußbank und begegnet ihrem Hermann auf Augenhöhe. „Von oben sehen seine Augen ganz anders aus als von unten“, sagt die Hobbykünstlerin und steigt wieder von ihrem Podest hinab.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 21:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:21 Uhr

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Fast fertig ist die 2,25 Meter große Figur aus Fiberglas, die Heike Hasse im Auftrag von Burkhard Fasse bemalt. Der Besitzer des Lügder Schuhhauses Thiele hat für rund 2000 Euro eine Hermann-Statue erstanden. Die Idee für die Plastiken und die Veranstaltung „Hermann on tour 2009“ stammt vom Medienhaus Topp und Möller und der Werbeagentur Eigenrauch und Partner. Denn in diesem Jahr jährt sich die berühmte Varusschlacht im Teutoburger Wald bekanntlich zum 2000. Mal.

Firmen und Institutionen aus den Kreisen Lippe, Herford und Bielefeld haben bisher insgesamt 55 der weißen Hermann-Rohlinge gekauft. Der künstlerischen Ausgestaltung waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Für Lügdes Stadtmarketing-Chef Burkhard Fasse war sofort klar, dass er sich einen Hermann in den Laden stellt. Die Verbindung zu Lügde entsteht über ein Osterrad, das Fasse nach dem Vorbild des neuen Rades zusammen mit seinem Vater gebaut hat und der Plastik zu Füßen stellt.

Malerisch wird der Hermann von Heike Hasse gestaltet. „Ich wollte nichts Abstraktes machen, das würde nicht zu Lügde und zum Hermann passen“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Wichtig sei ihr, eine Verbundenheit zu Lügde auszudrücken. Deshalb trägt der Cherusker das Lügder Stadtwappen auf dem Schild, und auch „in seiner Kleidung spiegeln sich die Farben Lügdes wieder“, erklärt Heike Hasse. Die Farben seien außerdem sehr symbolisch: „Der rot-dominante Mantel spiegelt Macht und Stärke wider, das blaue Hemd steht für Zielgenauigkeit.“

„Total fesselnd und wie im Rausch“

Rund 70 Stunden Arbeit hat die Lügderin bisher in die Figur gesteckt. Dabei hat sie sich zuerst über die Geschichte des Cheruskers informiert, „die sich so nah vor der Haustür abspielte“. Danach musste die Plastik abgeschliffen und grundiert werden, bis Heike Hasse die ersten Farben auftragen konnte. Nun stehen noch die letzten Pinselstriche und die abschließende Lackierung an. „Die Arbeit ist total fesselnd“, sagt die Künstlerin, die sich beim Malen manchmal „wie im Rausch“ fühlte.

Für ihren Hermann hat sich Heike Hasse, die bei der Lügder Firma Ahrens als Geschäftsleitungsassistentin arbeitet, extra ein paar Tage freigenommen, damit er bis zur Enthüllung am Samstag, 16. Mai, fertig wird. Dann nämlich wird die Figur neben ihren Kollegen stehen und um 12 Uhr von Landrat und Schirmherr Friedel Heuwinkel „Auf der Ameide“ in Detmold enthüllt. Heike Hasse wird auch dabei sein und ist schon ganz gespannt darauf, „wie die Figur auf die Öffentlichkeit wirkt und wie sie im Vergleich zu anderen ist“.

Bevor der Hermann im Schuhhaus Thiele in Lügde ausgestellt wird, ist er am 23. und 24. Mai im Garten der Privatbrauerei Strate, an der Palaisstraße 1-13, in Detmold zu sehen.

Heike Hasse bemalt die Hermann-Figur. Foto: jhe



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