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Grundschule wünscht feinere Staffelung

Geringverdiener kommt die OGS ziemlich teuer

Lügde (jl). Manche wünschen das zwar, aber Bildung ist in Lügde nicht umsonst zu haben. Die Betreuung der Kinder in der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) kostet Geld. Für manche zu viel Geld. Obwohl Stadt und Land pro Jahr und Kind zusammen mehr als 1000 Euro zuschießen, müssen auch Geringverdiener ihren Beitrag leisten: Wessen Einkommen sich pro Jahr auf maximal 12 500 Euro summiert, der ist für seinen Nachwuchs zwar mit nur zehn Euro pro Monat dabei. Wer aber zwischen 12 500 und 25 000 Euro brutto verdient, muss gleich tiefer in die Tasche greifen: Er zahlt 40 Euro pro Monat. Hat er ein zweites Kind in der OGS, legt er für das noch einmal die Hälfte drauf. Und: Das Mittagessen schlägt mit 45 Euro pro Kind und Monat zu Buche. Das macht bei zwei OGS-Kindern 150 Euro pro Monat.

veröffentlicht am 22.11.2010 um 20:38 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Grundschulleiterin Anneli Runte hat die Erfahrung machen müssen: „Gerade bei den Geringverdienern, deren Jahreseinkommen nur knapp über 12 500 Euro liegt, erleben wir immer wieder Abmeldungen aus der OGS aus finanziellen Gründen.“ Von den Kosten ließen sich auch Eltern abschrecken, bei denen die Schule eine Betreuung des oder der Kinder für dringend notwendig hielte.

Weil das Thema in der Schulkonferenz wiederholt zur Sprache kam, möchte die Schule, dass die Stadt die Staffelung in ihrer Gebührensatzung verfeinert. Wer zwischen 12 500 und 16 000 Euro verdient, sollte demnach nur 20 Euro zahlen, bei maximal 20 000 Euro Jahreseinkommen würden 30 Euro fällig. Wer bis zu 25 000 Euro brutto verdient, müsste 40 Euro einkalkulieren. Die restliche Staffelung bis zu maximal 150 Euro monatlich für Besserverdiener bliebe unangetastet.

Auf die Schnelle wird aus der gewünschten Nachbesserung allerdings nichts. Auch, weil die Stadt an den Vertrag mit dem OGS-Anbieter, der Volkshochschule Lippe-Ost, gebunden ist. Dass die Gebührenordnung nicht mitten im Schuljahr über den Haufen geworfen werden kann, machte Walter Schrader von der Stadtverwaltung der Rektorin und den Politikern neulich schon im Schulausschuss klar. Allerdings will er jetzt recherchieren, mit welchen Beitragsmodellen andere Städte arbeiten. Möglich, dass sich die Berechnungsbasis dann im August 2011 ändert.



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