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Kurzarbeit bei Schwering & Hasse geht erst einmal weiter

„Gemeinsam durch das Tal“

Lügde (jl). Weil noch immer nicht absehbar ist, wann die Wirtschaft und mit ihr die Nachfrage nach Kupferlackdraht wieder anzieht, wird die im Februar bei Schwering & Hasse begonnene Kurzarbeit bis auf Weiteres fortgesetzt. Vor Prognosen hütet sich der geschäftsführende Gesellschafter Ernst-Michael Hasse jedoch. „Das wäre Kaffeesatzleserei.“ Wenn schon die S & H-Kunden nicht wüssten, wie sich ihre Auftragslage entwickelt, könne auch er den künftigen Bedarf nicht einschätzen. Sicher sei jedoch: Die exportorientierte Industrie werde sich erst dann erholen, wenn es zumindest in einigen wichtigen Abnehmerländern wieder bergauf gehe.

veröffentlicht am 11.06.2009 um 20:08 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:21 Uhr

Reinhard Seiler
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Auftragsrückgang um „mehr als 20 Prozent“

Den Auftragsrückgang bei Schwering & Hasse benennt der Firmenchef mit „mehr als 20 Prozent“. Eine solche Situation habe das Traditionsunternehmen in seiner rund 150-jährigen Firmengeschichte noch nicht erlebt.

Tröstlich immerhin für die rund 200-köpfige Belegschaft: So lange S & H Kurzarbeit fährt, muss das Unternehmen qua Vereinbarung auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten – „auch, wenn uns das viel Geld kostet“, sagt Hasse. Denn die Sozialabgaben würden zwar nach einem halben Jahr vom Arbeitsamt übernommen. „Aber zum Beispiel das Urlaubsgeld zahlt das Unternehmen.“ Dennoch versichert Hasse, mit Hinweis auf die Verantwortung des Familienunternehmens: „Wir werden gemeinsam mit unseren Mitarbeitern durch das Tal gehen.“

Zwar sind im Betrieb laut Hasse derzeit „eine Menge Maschinen abgeschaltet“. Aber die anderen müssen rund um die Uhr laufen – was das Unternehmen mit seinem speziellen Schichtmodell immer wieder vor planerische Herausforderungen stellt. „Das ist enorm kompliziert“, sagt der Chef.

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E.-M. Hasse

Eine „ganz vernünftige Regelung“ und „besser, als den Job zu verlieren“ nennt Reinhard Seiler die Kurzarbeit. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Detmold gibt sich optimistisch: „Wir hoffen, dass es im zweiten Halbjahr besser wird.“ In anderen Branchen sehe er eine „leichte Stabilisierung“ der Auftragssituation.

Bedingt durch das spezielle Schichtmodell bei S & H haben die Mitarbeiter während ihrer Schichten viel zu tun. Denn die müssen die Aufgaben der durch Kurzarbeit tageweise ausfallenden Kollegen mit übernehmen.

Fotos: Archiv/jl



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