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Kolpingskarneval in Lügde

Gardetänze in flotter Uniform

LÜGDE. Es musste ja so kommen: Gegen die Trumpisierung des Karnevals hatten selbst die Aliens im Klostersaal keine Alternative für Lügde zu bieten. Aber immerhin alternative Fakten. Stormtrooper lauschten gemeinsam mit Angestellten der Vereinten Föderation den gelungenen Büttenreden beim Lügder Kolpingskarneval.

veröffentlicht am 26.02.2017 um 14:01 Uhr

„Gewitter?“ - „Hä.“ - „Gewitter!“ - Kathrin Klus und Jörg Zöllmann begeisterten mit völlig absurdem Theater. Fotos yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Mit Eckhard Gördes und Torben Blome bemühten sich gleich zwei Karnevalsgranaten, Donald Trump inhaltliche Konkurrenz machen. Gördes verwies darauf, dass Lügde schon seit Langem eine Mauer hat, und darüber hinaus noch einen Tunnel, durch den Fremde unter Lügde hindurchgeschleust werden. „Und kommen doch welche mal herein, geben fleißige Hände gebrauchte Kleidung aus, dann sehen sie gleich wie Lügder aus.“ Blome war sich sicher, dass es böse enden wird in Anbetracht von Trump, Erdogan, Putin oder AfD, versprach aber: „Ich red‘ heut‘ nicht über Politik.“

Weit über 100 Gäste zeigten sich begeistert von dem umfangreichen Programm, das die Kolpingsfamilie auf die Beine gestellt hatte. Sie wollten die Minifunken kaum von der Bühne lassen, forderten Zugaben. Aber letztendlich kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Neben den ganz kleinen Fünkchen hatten auch die Teenie-Funken und die Funky Marries Gardetänze in flotter Uniform auf Lager. Die Nachwuchsastronautinnen zeigten frei nach Andreas Bourani Alternativen auf zum Wettlauf der Länder nicht nur um den nationalen Titel „First“. Tanzende Jedi-Ritter und Sternschnuppen schienen jedenfalls den Eindruck zu vermitteln, dass kulturelle Vielfalt in der Cantina durchaus seine Reize gegenüber konformistischem Einheitsbrei hat.

Für Brüller der abgedrehtesten Art sorgten letztlich aber nicht die Trumpdoubles, sondern die „Knallerfrauen“: Kathrin Klus und Sara Maria Siegmann brachten Sketche mit Pointen, die selbst Häschenwitze toppen konnten. Und das Publikum lag flach. Ebenso bei der alten Dame (Kathrin Klus), die bei der Polizei anrief und sich bei Jörg Zöllmann erkundigte, ob es ein Gewitter gab. Samuel Beckett hätte seinen Spaß gehabt. „Hä?“ „Gewitter?“ Und Godot hätte alles erklären können.

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Die Nachwuchs-Funken gaben alles und bekamen frenetischen Beifall.

Weit nach 22 Uhr war das Programm zu Ende. Die Party indessen noch lange nicht. Zöllmann, der den Abend moderiert hatte bedankte sich bei den unglaublich vielen Mitwirkenden und übergab an den DJ. mit Pop und galaktischer Light-Show.



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