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Dieter Diekmeier löst Jörg Eickmann als Fraktionschef ab

Ganz stickum: SPD im Rat mit neuem Vorsitzenden

Lügde (jl). Ganz stickum haben Lügdes Sozialdemokraten einen Wechsel an der Spitze ihrer Ratsfraktion vollzogen. Die wird nun angeführt von Dieter Diekmeier – und zwar schon seit 1. September. Nur, dass davon bisher kaum jemand Notiz nehmen konnte, weil der Stadtrat erst kürzlich zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammenkam und der Personalwechsel bei dieser Gelegenheit kein Thema war. Einzig, dass Ratsherr Diekmeier auf SPD-Seite nach vorn gerückt war, konnte auffallen.

veröffentlicht am 02.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Der bisherige zweite SPD-Ratsfraktionsvorsitzende und Ortsbürgermeister aus Rischenau hat Jörg Eickmann abgelöst, der den Posten nach sieben Jahren abgegeben hatte. Ein Grund für Eickmanns Rückzug dürfte dessen Verurteilung Anfang Juni wegen Beihilfe zum Kreditbetrug im Zusammenhang mit der Schieder-Möbel-Pleite gewesen sein (wir berichteten). In der Folge hatte der 50-Jährige bereits im Juli die Führung des SPD-Stadtverbands abgegeben. Weil er für das Amt nicht mehr kandidierte, wurde Rüdiger Bode zu seinem Nachfolger gewählt. Während der jüngsten Ratssitzung am 17. Oktober rückte nun Bode auf Vorschlag seiner Fraktion auch auf den bisher mit Eickmann besetzten Platz als Vorsitzender des städtischen Rechnungsprüfungsausschusses. Diesen Vorschlag der Sozialdemokraten segnete der Rat, wie berichtet, auch einstimmig ab. Von der Umbesetzung an der Fraktionsspitze erfuhren die anderen Parteien indes offiziell nichts.

„Als Ratsvorsitzendem ist mir das schriftlich bekanntgegeben worden“, sagte Bürgermeister Heinz Reker auf PN-Anfrage. „Damit hat die SPD-Fraktion ihre Pflicht gegenüber dem Rat erfüllt.“ Laut Gemeindeordnung sei es nicht notwendig, eine solche Personalie im Rat zu veröffentlichen.“ Auf die Frage, ob nicht auch die Wähler ein Anrecht darauf hätten, von einem solchen Wechsel zu erfahren, sagt Reker: „Das habe ich nicht zu kommentieren.“

In den letzten Monaten hatten die anderen Parteien im Rat Eickmanns Rückzug zwar nie öffentlich eingefordert. Wohl aber hatten ihm in einem Brief nahegelegt, auf seine Vorstandsämter sowie auf den Vorsitz im städtischen Rechnungsprüfungsausschusses zu verzichten. „Heute braucht jeder, der sich als sachkundiger Bürger bewirbt, ein polizeiliches Führungszeugnis. Da darf man nicht mit zweierlei Maß messen“, sagt ein Christdemokrat, der ungenannt bleiben will.

„Wir finden in Ordnung, dass die SPD die Konsequenzen gezogen hat“, erklärte gestern auf Anfrage Dr. Christian Tennie für die CDU. „Damit ist die Sache für uns abgehakt.“

Warum der Wechsel an der SPD-Fraktionsspitze nicht kommuniziert wurde, weiß auch deren neuer Vorsitzende Dieter Diekmeier nicht. „Der Grund entzieht sich meiner Kenntnis“, sagt der 61-Jährige. „Das hätte dann wohl der Fraktionsvorstand bekanntgeben müssen“, vermutet der Rischenauer, der aktuell noch dabei ist, sich in sein neues Amt einzufuchsen. Aber schon jetzt weiß er, dass er künftig noch „eine Menge mehr Arbeit“ haben wird als vorher. Aber er gibt sich zuversichtlich: „Die Arbeit macht mir Spaß und ich habe jetzt auch genug Zeit, sie zu erledigen.“



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