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So fleißig ist Lügdes Löschzug

Ganz hart an der 10 000er-Grenze

Lügde (yt). Die Frage, ob doppelter Windsor oder „American Shelby“ wurde unter den Kameraden des Lügder Feuerwehr-Löschzugs nicht endgültig geklärt. Indessen ließ der Hilferuf eines Feuerwehrmanns, dass seine Krawatte nach fünf Jahren auf- und zuziehen langsam den modischen Chic verliere, die Idee Gestalt gewinnen, eine Einführung in die Technik des Krawattenbindens zu geben. Denn schließlich sollen die Einsatzkräfte von heute nicht nur die vielfältigen Herausforderungen ihrer Freiwilligen-Arbeit meistern, sondern obendrein auch noch möglichst seriös und kompetent auftreten.

veröffentlicht am 23.01.2011 um 19:56 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:41 Uhr

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Wie immens sich die Anforderungen erweitert haben, zeigte Löschzugführer Joachim Piel in seinem Rückblick auf die vier großen Einsätze 2010: Hier galt es, beim Dinol-Chemieunfall einzugreifen, einen ABC-Alarm bei Grace zu bewältigen, einen von Metallmatten begrabenen Stahlflechter zu befreien und auf eine Explosion in Niese zu reagieren. „Wir sollten einen Wettbewerb um einen neuen Namen für diese Rettungseinheit ausschreiben“, schlug Lügdes Vize-Bürgermeister Dr. Christian Tennie angesichts der Tatsache vor, dass lediglich der Einsatz in Niese die „Feuerwehr“ gefordert hatte, und holte noch weiter aus: „Neben Ihren 48 Alarm-Einsätzen, Verkehrsdiensten und Brandsicherheitswachen haben Sie Brandschutzerziehung in den Kindergärten geleistet und sich bei den großen Aktionen der Stadt sehr engagiert.“ Dabei erinnerte Tennie an das Fest zur Eröffnung des Tunnels und die Jubiläumsfeier von Lügde und Bad Pyrmont und formulierte einen sehr eindringlichen Dank des Rates und der Verwaltung für dieses Engagement.

Wie riesig der Einsatz war, bewies die Statistik, die Philipp Kleine vortrug. Danach haben die 54 Aktiven im vergangenen Jahr 9214 Stunden absolviert – ehrenamtlich im Dienste der Lügder Bevölkerung. Nachdem Piel schon bei 7500 Stunden, die sich im Jahr zuvor angesammelt hatten, von einer sehr hohen Belastung gesprochen hatte, gab er sich bei dieser Hauptversammlung sportlich: „Wir werden die Zehntausender-Marke auch noch knacken.“ Und das bei gleichbleibender Stärke des Löschzugs.

Angesichts dieses Arbeitsaufwands, der immer intensiveren Schulungen und der hohen Herausforderungen, die die stets unberechenbaren Einsätze fordern, blieb Stadtbrandinspektor Wolfgang Kornegger nur, sein uneingeschränktes Lob mit viel Dank zu verbinden. Stadtdirektor a.D. Dieter Will ermahnte die Feuerwehrleute, ob all der physisch und psychisch belastenden Einsätze auch die Geselligkeit nicht zu vernachlässigen, „was für den Stressabbau äußerst wichtig ist“, und forderte für die Feuerwehr nur die beste Ausrüstung. „Denn nur so können Sie die Bevölkerung effektiv schützen und im Einsatzfall optimal helfen.“

Dem schloss sich Ortsbürgermeisterin Birgit Platte mit dem Wunsch an, dass alle wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkommen mögen.

Nachdem Marco Wittenberg zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde, erinnerte Löschzugführer Piel an das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr, zu dem sie das 37. Kreisverbandstreffen ausrichten werde. „Am 7. Mai werden wir die Leistungswettkämpfe gestalten und vom 20. bis zum 22. Mai auf dem Schützenplatz das große Jubiläumsfest durchführen.“

Vielfältig gefordert und enorm engagiert: Mitglieder des Lügder Feuerwehr-Löschzugs mit den Repräsentanten der Stadt.

Foto: yt



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