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Kandidatenliste mit bewährten Kräften / Ex-SPD-Mann Wegner auf Platz fünf

FWG peilt im Rat sieben Sitze an

Lügde (jl). Mit Dr. Bertel Berendes (Listenplatz 1), Jürgen Hundertmark (Platz 2), Heinz Josef Hönerbach (3) und Manfred Kuzcera (4) werden bei den Kommunalwahlen am 30. August vier der bisher sechs Lügder FWG-Ratsmitglieder wieder kandidieren. Ebenfalls auf der Liste stehen die vier bisher sachkundigen Bürger Karl-Heinz Franzmeier (8), Hubert Klenner (6), Klaus Meier (7), Heinz Rolef (11) und Michael Schröder (13), neuerdings Schatzmeister des Kreis-FWG. Neu dabei sind Herbert Begemann (9), Till Hönerbach (12), Petra Klenner (10) und Elbrinxens einstiger Ortsvorsteher Bertram Wegner (früher SPD) auf dem aussichtsreichen fünften Platz. „Ich habe Herrn Wegner gefragt und gleich für eine Kandidatur gewinnen können“, sagt FWG-Fraktionschef Hundertmark. Wir sind froh darüber, dass er sich zu uns bekannt hat.“

veröffentlicht am 23.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

J. Hundertmark
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Weniger erfolgreich waren die Freien bei dem Versuch, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten zu rekrutieren. „Wenn man jemanden anspricht und der hört von der Konstellation, dann lehnt der gleich dankend ab“, sagt Hundertmark mit Blick auf den von SPD und CDU nominierten Alleinkandidaten Heinz Reker. „Wenn nicht einmal die großen Parteien eine Alternative finden, dann war es für uns erst recht schwierig“, gesteht der Sabbenhausener ein.

„Deshalb haben wir das dann irgendwann nicht mehr sehr intensiv verfolgt“ – zumal seine Fraktion an der Person Reker ohnehin nichts auszusetzen habe. Man habe den Bürgern aber eben eine Wahl ermöglichen wollen.

Mit seinem „Mut zu unbeliebten Entscheidungen“ hätte der scheidende Bürgermeister Hubert Scholand laut Hundertmark „unsere Unterstützung gehabt, denn er hat unsere Politik gemacht“. Aber er habe ja schon ziemlich früh entschieden, nicht mehr antreten zu wollen.

„Nicht attraktiv für junge Leute“

Lügdes FWG hat 65 Mitglieder. Und Hundertmark ist froh, letztlich genügend Kandidaten für die 13 Wahlbezirke gefunden zu haben. Dass Monika Schelp und Gerhard Rodemeier nicht mehr kandidierten, weil beide beruflich sehr eingespannt seien, „bedauern wir sehr“, so Hundertmark.

Und auf wieviele Sitze im Rat spekuliert die FWG für die nächste Wahlperiode? „Sechs plus eins“, hofft Hundertmark mit Blick auf einen „verstärkten Trend hin zu den Freien Wählergemeinschaften“ auf kommunaler Ebene.

Mag die FWG 15 Jahre nach ihrer Gründung als derzeit drittgrößte Ratsfraktion längst eine feste Größe sein, so muss doch auch sie mit Nachwuchsproblemen kämpfen. „Ich glaube, unser Programm ist nicht sehr attraktiv für junge Leute“, mutmaßt Hundertmark, „denn wir versprechen ihnen nicht so viel.“ Schließlich wolle seine Fraktion auch künftig „bei der Ausgabenpolitik auf die Bremse treten“.

Notwendiges wie die Ausgaben etwa für die Sanierung und die Ausstattung der Schulen seien fraglos wichtig. Wünschenswertes hingegen sollte jedoch stets überdacht werden und allenfalls mit konsequenten Konzepten verwirklicht werden. Denn, so Hundertmark weiter: „Wir dürfen nicht die Zukunft unserer Kinder verfrühstücken.“



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