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Lügder Frauenpower versammelt sich in einer Arbeitsgemeinschaft

Für Lügde gemeinsam etwas bewegen

LÜGDE. Es mag für einen außenstehenden Betrachter nicht viel erscheinen, wenn sich acht Frauen an einem Sonntagmorgen treffen, um darüber zu debattieren, ob sie sich in der Zukunft häufiger zusammenfinden und über Lügder Themen diskutieren wollen. Doch dass sie beabsichtigen, sich gemeinsam für ihr Lebensumfeld zu engagieren, das machten sie schon sehr schnell mit ihren Redebeiträgen deutlich.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 17:02 Uhr

Heidi Hölsken und Gitta Knaack verteilten an die gekommenen Frauen zur Begrüßung Blumen. foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Allerdings musste zunächst eine kleine Barriere weggeräumt werden. So manche der Anwesenden hatte ihr Problem damit, unter dem Label einer Partei aktiv zu werden. Immerhin waren sie der Einladung der SPD angehörenden „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ (ASF) gefolgt. „Wir möchten uns weniger mit allgemein politischen Themen oder gar parteiausgerichteten Themen befassen. Uns liegen eher Themen für uns Frauen in Lügde am Herzen“, so ein Statement einer Teilnehmerin, das auch rundum Zustimmung fand.

Diese Bedenken versuchten die Schriftführerin des Lügder SPD-Ortsvereins, Heidi Hölsken, sowie die Ratsmitglieder Gitta Knaack und Torben Blome zu zerstreuen, indem sie darauf hinwiesen, dass zwar die Struktur und Organisation der bundesweit agierenden Arbeitsgemeinschaft genutzt werde, eine Mitgliedschaft in der SPD jedoch nicht erforderlich sei. „Uns kommt es darauf an, den Frauen in Lügde ein Forum zu bieten, sich speziellen und sie beschäftigenden Themen zuwenden und sich hierzu vernehmlich äußern und in aktuelle Diskussionen einbringen zu können“, so Torben Blome.

Der gesellschaftliche Stellenwert von Frauen sei ein Megathema, nicht nur, aber eben auch in Deutschland. Dabei gehe es auch darum, auf bestehende und zukünftige Rahmenbedingungen zu beispielsweise Arbeit, Erziehung, Versorgung und Beteiligung Einfluß zu nehmen. Allerdings habe insbesondere auch die Lügder SPD Nachholbedarf, da sich lediglich nur eine Ratsfrau in ihren Reihen befinde. „Hilfreich wäre es insofern auch, dass aus dieser Lügder Arbeitsgemeinschaft Themen, Ideen und Anregungen in Richtung Ratsarbeit wandern würden, wie auch Themen aus dem Rat in umgekehrter Richtung zu den Frauen getragen würden, um deren Meinungen und Ideen in die weiteren Beratungen einbeziehen zu können, so der Ortsvereinsvorsitzende Jörg Eickmann. Gitta Knaack hob ergänzend hervor, dass es häufig von Vorteil sei, nicht als einzelne Person, sondern gemeinsam aus einer Gruppe heraus Forderungen zu stellen oder Ideen vorzutragen. Damit gehe oft eine weitaus größere Durchsetzungskraft einher.

Zudem habe ein Mitwirken in der ASF auch den begünstigenden Effekt, auf eine bundesweit bestehende Organisation auch im Hinblick auf Vortragsveranstaltungen, Referenten oder auch Studien zurückgreifen zu können.

Als dann noch Heidi Hölsken Beispiele erfolgreicher Frauen der vergangenen zwei Jahrhunderte sowie der Neuzeit anführte sowie die Erinnerung an das erst seit 100 Jahren bestehende und erkämpfte Wahlrecht für Frauen wachrief, fiel das abgefragte Votum eindeutig zugunsten einer weiteren und gemeinsamen Zusammenarbeit aus. Die Frage: „Wollen wir das?“ wurde einstimmig mit „Ja“ beantwortet. Und die weiteren Fragezeichen, wie es denn nun weitergehen soll, was als nächstes geplant sei und wie stark man denn nun auch zeitlich eingebunden werde, wurden nach dem offiziellen Ende umgehend in lebendigen Tischgesprächen fortgeführt und geklärt.



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