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Kooperationsgremium bietet Hilfe für Frauen und Kinder

Für Lippe gegen Gewalt

Kreis Lippe (red). Das Kooperationsgremium „Für Lippe gegen häusliche Gewalt“ setzt sich dafür ein, Gewalt gegen Frauen und Kinder einzudämmen. Denn einschlägige Untersuchungen haben ergeben, dass ein Viertel aller Frauen in Deutschland mindestens einmal im Leben Opfer häuslicher Gewalt wird. Auch der Kreis Lippe ist betroffen: Die Anzahl der Polizeieinsätze für dieses Delikt ist 2008 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

veröffentlicht am 15.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

Regina Pramann
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Das Lipper Gremium setzt sich aus Staatsanwaltschaft, Polizei, Beratungsstellen, dem Frauenhaus, den lippischen Jugendämtern, der Ärztekammer und Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Es betreibt viel Öffentlichkeitsarbeit und versucht damit, den Betroffenen eine Anlaufstelle zum Reden und Handeln aufzuzeigen. Jüngst stellten die Beteiligten die neuesten Ergebnisse ihrer Arbeit vor: „Die Staatsanwaltschaft hat ein Sonderdezernat für Vorkommnisse häuslicher Gewalt eingerichtet“, sagte Regina Pramann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Lippe.

Ein spezielles Beratungsangebot für Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, bietet die Familienberatungsstelle des Kreises Lippe in Detmold und Lemgo an – auch in Absprache mit anderen lippischen Beratungsstellen. Hans Rösner von der Kreispolizeibehörde erklärte: „Die Jugendämter bekommen die Einsatzdokumentationen der Polizei und können so gezielter und sensibler auf betroffene Kinder und deren Mütter eingehen.“

Außerdem hat das Gremium verschiedene Projekte ins Leben gerufen, die häusliche Gewalt reduzieren sollen: „LISA“ heißt ein interkulturelles Projekt für Frauen der Frauenberatungsstelle Alraune. Hier sollen speziell Migrantinnen über das Beratungsangebot sowie ihre Rechte in der Ehe informiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Projekt „MiMi“ (Migrantinnen informieren Migrantinnen) sprechen das Frauenhaus Lippe und die Alraune gezielt betroffene Frauen an, die sonst möglicherweise gar nicht von den Hilfsangeboten erfahren würden.

Weitere Infos über die Arbeit des Gremiums bei Regina Pramann unter Tel. 05231/ 62522. Die Frauenberatungsstelle Alraune ist unter Tel. 05231/20177 zu erreichen.



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