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Bürgermeister will 400 Euro auftreiben

Für den Defibrillator fehlen Geld und Platz

Lügde (yt/jl). „So richtig haben will den Defibrillator keiner“, sagt Uwe Tillmanns. Damit benennt der Rektor der Johannes-Gigas-Schule ein „Altlastenproblem“ des Förderkreises und der Schule zusammen. Der Verein hat nämlich vor zwei Jahren eine zweckgerichtete Spende über 1000 Euro von der Detmolder Sparkasse für ein solches Gerät bekommen, mit dem auch Laien bei einem Herzstillstand Lebensrettungsmaßnahmen einleiten können. Die noch fehlenden 400 Euro will aber keiner aufbringen. Denn der Schul-Förderkreis sieht sich als ausschließlich der Förderung der Bildung verpflichtet. Darüber hinaus bezweifelt sein Vorstand, dass die Schule am Ramberg einen geeigneten Standort dafür hat.

veröffentlicht am 09.11.2010 um 21:43 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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„Wenn wir das Gerät in einem verschlossenen Raum aufhängen, ist seine Effektivität stark eingeschränkt“, sagte die Vorsitzende Swetlana Ottolin jetzt bei einem Treffen des Förderkreises und vermutete: „Wenn wir es an einem stets zugänglichen Platz aufhängen, ist es bald geklaut.“

Zudem glaubt sie nicht, dass Kinder die typische Klientel für einen plötzlichen Herzschlag darstellen.

Uwe Tillmanns hat das Thema mittlerweile den Politikern am Rande der letzten Schulausschusssitzung angetragen. Dort erbot sich dann Bürgermeister Heinz Reker, nach einer Lösung für das Problem zu suchen und nach Möglichkeit die Restsumme zum Kauf des lebensrettenden Kastens zu beschaffen.

Direkt auf dem Schulgelände soll der Defibrillator allerdings ohnehin nicht installiert werden, sondern eher in der Sporthalle.

Erhebungen darüber, wie häufig die bereits jetzt an mehreren öffentlichen Orten zum Beispiel in Bad Pyrmont aufgehängten High-Tech-Geräte bereits zum Einsatz gekommen sind, gibt es nicht. In der Kurstadt hängen sieben Geräte, in Hameln sogar 30.

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