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SPD-Landratskandidat Axel Lehmann hält kleine Spezialverkehre für Lösung auf dem Lande

Für bessere Busverbindungen in Südostlippe

Schieder/Lügde. Ein verbesserter Busverkehr im lippischen Südosten gehörte zu den Gesprächsthemen beim Besuch von SPD-Landratskandidat Dr. Axel Lehmann beim größten Industriebetrieb der Stadt, Müller Umwelttechnik. Wolfgang Müller als Mitglied der Geschäftsleitung von Müller Umwelttechnik und der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Hartmann machten deutlich, dass schlechte Busverbindungen vor allem für Auszubildende, die noch kein Auto haben, ein gravierendes Problem seien.

veröffentlicht am 14.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

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Für Lehmann ist klar, dass der Teufelskreis von sinkender Bevölkerung, sinkenden Fahrgastzahlen und Streichungen im Busverkehr durchbrochen werden muss. Wo am Tag nur zwei Leute einsteigen, da kommt der Bus nicht viermal, das ist nicht neu. Gerade auf dem Land und in Anbetracht des demografischen Wandels spitzt sich das Problem zu. „Es geht ja nicht nur darum, dass Jugendliche aus Blomberg, Steinheim, Horn-Bad Meinberg oder Lügde zu ihrem Ausbildungsbetrieb nach Schwalenberg kommen. Sie brauchen auch Verbindungen zu den Berufsschulstandorten in Detmold und Lemgo. Kleine, relativ preiswerte Spezialverkehre könnten hier eine Lösung sein.“

Der SPD-Kreisvorsitzende lobte ausdrücklich die langjährige hohe Ausbildungsbereitschaft bei Müller Umwelttechnik. Das Unternehmen mit seinen rund 200 Beschäftigten erreicht eine Ausbildungsquote von circa zehn Prozent und bietet Lehrstellen für die unterschiedlichsten Berufe an: Konstruktionsmechaniker, Elektroniker, Schweißer, Fahrzeuglackierer oder Industriekaufleute. Außerdem hat die Geschäftsleitung Kontakte zur Hochschule OWL aufgebaut und nimmt duale Studiengänge auch für den eigenen Nachwuchs in den Blick. „Diese hohe Ausbildungsbereitschaft hilft, die große Lehrstellenlücke, unter der wir in Lippe immer noch leiden, etwas zu reduzieren.“

Weitere Themen des Besuchs waren die Anbindung ans überörtliche Straßennetz, die Versorgung mit schnellem Internet und die Entwicklung des ländlichen Raumes. Besonders beeindruckt zeigte sich Lehmann von der hohen Kundenorientierung des Familienunternehmens. „Die 150 bis 200 Entsorgungsfahrzeuge, die hier die Produktion pro Jahr verlassen, sind fast durchgängig Spezialanfertigungen nach den individuellen Wünschen der Auftraggeber. Das verlange viel Knowhow statt Robotereinsatz. In dieser Kundenorientierung liege die Stärke des Unternehmens und die Chance im internationalen Geschäft noch zu wachsen.“red



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