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Wie sich das Team des neuen Caterers LKS in Lügdes Mensa-Küche warmläuft

Frische Brötchen kommen schon gut an

Lügde. „Von wann sind denn die Brötchen?“, will ein junges Mädchen wissen und beäugt die Auslage. „Natürlich von heute“, antwortet Ulrike Kröger. Und noch ein Weilchen später wundert sich die neue Theken-Chefin in der Mensa von Lügdes Johannes-Gigas-Schule über den Anlass der Frage: „Der letzte Caterer hat nämlich manchmal auch Brötchen vom Vortag verkauft“, haben andere Schüler ihr erklärt. Die Jugendlichen sind denn auch nicht traurig, dass die Dussmann-Gruppe den Service-Vertrag gekündigt hatte.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:00 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die Schülerinnen, die gerade ihren Imbiss zahlen, scheinen zufrieden mit dem Angebot. „Das sieht appetitlich aus“, finden sie – und Kröger ist erleichtert. Denn noch sind sie und ihr Koch-Kollege Alexander Liß von „pop & corn“, dem neuen Mensa-Caterer des Lippischen Kombi-Service“ (LKS), dabei, sich auf dem Ramberg einzugewöhnen. „Das ist schon eine Umstellung“, gesteht die 44-Jährige, „für uns und für die Schüler“. Das beginnt beim Anstellen an der Theke und endet noch nicht bei der neuen Möglichkeit für die Kunden, sich ihre Brötchen selbst aus der Kühltheke zu fischen. Die Selbstbedienung am Salatbüfett könne indes erst starten, wenn die noch fehlende Hygiene-Abdeckung der Salatbar geliefert sei, erklärt Alexander Liß.

Während der Koch ebenso offen wie geduldig das Prozedere in der kleinen Küche erklärt, hobelt Praktikant Dennis Bunse kiloweise Gurken für einen Salat. Ignazia Fadda, die einzige aus dem Dussmann-Team übernommene Mitarbeiterin, füllt derweil mit einer großen Kelle Milchreis für den Lügder Kindergarten in einen Edelstahlbehälter ab. Denn das gemeinnützige Detmolder Integrationsunternehmen bekocht nicht nur die Schule auf dem Ramberg, sondern auch die drei städtischen Kitas sowie ein Pyrmonter Wohnheim. „Wir machen alles Mögliche selber“, erklärt Liß. Und das braucht seine Zeit: Um 6.30 Uhr legt das Team morgens los. Sind die Croissants gebacken und die Brötchen belegt, wird das warme Essen zubereitet. Ist das verteilt und ausgefahren, geht‘s ans Dessert für den Folgetag. „Wir machen alles in Ruhe“ sagt Liß.

Gewöhnen muss sich der 28-Jährige vor allem an den knappen Platz in Lügde. Denn die Küche hier ist deutlich kleiner als seine vorherige Wirkungsstätte. Aber er ist sicher, dass ihm auch diese Umstellung gelingt.

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Dennis Bunse hobelt die Salatgurken gleich kiloweise. Sein Chef sagt: „Was wir selbst machen können, machen wir frisch.“ jl

Zum Warmlaufen ist die aushäusige Kundschaft bisher die Einzige. Das Mittagsbüfett in der Schule startet erst nächste Woche. Die bisherigen Rückmeldungen der Abnehmer sind positiv: „Die Kinder essen die Gerichte gern“, sagt etwa Beate Deppenmeier aus Sabbenhausens Kita. „Sie sind abwechslungsreich und reichlich.“ Dass ein Kita-Essen jetzt 2,50 statt 2,20 Euro kostet, haben die Eltern inzwischen auch verdaut.

Und das „pop & corn“-Team ist fest entschlossen, seine neue Kundschaft bestmöglich zufriedenzustellen. „Wir probieren alles doppelt und dreifach“, sagt Küchenchef Liß. Alles in allem kalkuliert er 230 bis 250 Essen.

Ignazia Fadda füllt den Milchreis für eine der drei städtischen Kitas ab (li.). Kurz darauf verlädt Alexander Liß die Behälter zum Ausfahren ins Auto (re.).jl



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