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Anteil weiblicher Alleinerziehender ist hoch im Kreis Lippe

Frauen am Arbeitsmarkt

KREIS LIPPE. Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag wird der Blick besonders auf das Thema Gleichberechtigung von Frauen und Männern in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen gelenkt.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 19:02 Uhr

Meike Kohlbrecher ist Beauftragte für Chancengleichheit der Detmolder Arbeitsagentur. Foto: Agentur für Arbeit Detmold

Auch in der Agentur für Arbeit ist das Thema tagtäglich aktuell. „Die Förderung von Frauen ist selbstverständlich und für die individuellen Lebenssituationen werden gezielte Beratungsangebote und passende Förderinstrumente eingesetzt“, so Meike Kohlbrecher, Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Detmold.

Im Juni 2017 waren im Agenturbezirk Detmold (Kreis Lippe) 50 586 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Insgesamt 45,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren Frauen. Im Juni 2016 waren es noch 46,0 Prozent. „Es hat sich schon viel bewegt und verändert. Der Arbeitsmarkt, die Qualifizierungsangebote und der Ausbau der Kinderbetreuung ermöglicht es, die berufliche Teilhabe von Frauen weiter voranzubringen“, erklärt Kohlbrecher. Gleichwohl gibt es noch viel zu tun, etwa bei den Teilhabechancen von Alleinerziehenden: Von allen alleinerziehenden Arbeitslosen sind über 89 Prozent weiblich, von den Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrern sogar knapp 94 Prozent. Nahezu jede fünfte arbeitslose Frau ist im Agenturbezirk Detmold allein erziehend. Die Arbeitsmarktchancen werden dadurch stark beeinträchtigt.

Die meisten Frauen im Agenturbezirk Detmold sind im Gesundheitswesen tätig, das zugleich die stärkste Beschäftigungsbranche in ganz NRW darstellt. Auch im Einzelhandel, Heimen sowie in der öffentlichen Verwaltung sind viele Frauen beschäftigt. Der Schwerpunkt der Männer liegt dagegen eher im verarbeitenden Gewerbe.

In NRW liegt der Anteil der Frauen, die einen technischen Beruf ausüben, niedriger als in ganz Deutschland. Zu diesen sogenannten MINT-Berufen gehören zum Beispiel Berufe in den Bereich Information und Kommunikation. Hier sind in NRW 14,2 Prozent aller Arbeitnehmer weiblich, während bundesweit Frauen immerhin 16,0 Prozent der Beschäftigten stellen. Noch deutlicher ist der Unterschied in Berufen, die Kenntnisse in den Bereichen Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik voraussetzen: In NRW sind in diesem Bereich 27,8 Prozent aller Angestellten weiblich, bundesweit 37,2 Prozent. Auch im Bereich der Berufe rund um Maschinen und Fahrzeugtechnik liegen die Frauen in NRW im Deutschland-Vergleich zurück: Sind bundesweit nur 10,0 Prozent der Angestellten weiblich, sind es in NRW noch einmal 0,8 Prozent weniger.red

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