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Post bestätigt Standortsuche für Interimsfiliale

Fehlt ein Lügder Partner, greift Plan B

LÜGDE / DÜSSELDORF. Noch hat die Post die Suche nach einem Einzelhändler in der Kernstadt nicht aufgegeben, der in seinem Laden eine Postfiliale unterzubringen bereit ist. „Das ist Plan A“, sagte Achim Gahr, Leiter der Düsseldorfer Post-Pressestelle, am Freitag auf Anfrage. Wahrscheinlicher klingt allerdings Plan B.

veröffentlicht am 29.12.2017 um 22:46 Uhr

Dass in Lügdes Kernstadt eine Postfiliale gehört, lässt sich aus der bundesweit geltenden Post-Universaldienstleistungsverordnung ableiten. Fristen, Öffnungszeiten und Services schreibt die PUDLV aber nicht konkret vor. Symbolbild: dpa
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Denn die Anzahl möglicher Kandidaten vor Ort ist nicht sehr groß. Deshalb dürfte wohl eher das greifen, was Achim Gahr Plan B nennt: „Parallel zur Partnersuche wollen wir eine Interimsfiliale einrichten.“ Damit bestätigt Gahr, was sich durch ein Stellenangebot auf der DHL-Homepage schon angedeutet hatte (wir berichteten).

Allerdings ist es nicht nur guter Wille, der den Konzern zu diesem Schritt treibt. Es ist vielmehr seine Pflicht. Festgeschrieben ist die in der bundesweit geltenden Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV). Dort heißt es unter anderem: „In Gemeinden mit mehr als 4000 Einwohnern (…) ist grundsätzlich zu gewährleisten, dass in zusammenhängend bebauten Gebieten eine stationäre Einrichtung in maximal 2000 Metern für die Kunden erreichbar ist.“

Die mehr als 5000 Einwohner der Lügder Kernstadt müssen seit dem überstürzten Auszug der Post aus der „Rappelkiste“ vor rund sieben Wochen ohne vollwertige Postfiliale auskommen. Wer ein gelagertes Paket abholen will, muss dafür nach Elbrinxen fahren. In der dortigen Bäckerei Wieneke liegen Päckchen und Pakete eine Woche nach dem vergeblichen ersten Zustellversuch bereit. Die kleine Belegschaft hat inzwischen zwar auch die turbulente Weihnachtszeit überstanden. Aber als Dauerzustand wünscht sich das Provisorium wohl kaum jemand.

Jetzt heißt es abwarten, an welchem Standort die neue Kernstadt-Postfiliale öffnet – und zu welchen Konditionen. Post-Sprecher Gahr scheint allzu großem Optimismus aber schon im Vorfeld vorbeugen zu wollen, wenn er mit Blick auf die mögliche Interimsfiliale sagt: „Von den Öffnungszeiten und Dienstleistungen her ist das nicht so toll.“

Das könnte bedeuten: Die Post öffnet nur wenige Stunden am Tag. Die PUDLV-Vorgabe dazu liest sich eher schwammig. Wörtlich heißt es dort: „Die Einrichtungen müssen werktäglich nachfragegerecht betriebsbereit sein.“

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