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Elbrinxens TSV richtet Südostpokal-Wettbewerb aus

Fast wie früher: Der Kick um den Cup

LÜGDE. Wohin mit der unverbrauchten Fußball-Euphorie nach dem Scheitern der DFB-Elf bei der WM? Die Antwort kann ganz einfach sein – und dazu noch live und ganz in der Nähe: Der TSV Elbrinxen krönt sein Sportfest mit der Ausrichtung des Wettbewerbs um den Südost-Pokal.

veröffentlicht am 31.07.2018 um 20:16 Uhr

Elbrinxens Herrenmannschaft in den 1970ern, als Heinz Köhler (2.v.li., sitzend) den TSV vor 1000 Zuschauern bei RW Schieder durch das goldene Tor zum Sieg geschossen hatte. Foto: TSV-Archiv/pr
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Und, wer weiß: Vielleicht knüpfen Spieler und Fans ja an alte Zeiten an. Denn schon vor Jahrzehnten war das in den 1950er Jahren vom TSV Belle ins Leben gerufene Kräftemessen der südostlippischen Kicker Legende. „Die Fans erlebten großartige, spannende Begegnungen“, erinnert sich Elbrinxens heutiger TSV-Vorsitzender Wolfgang Siefert.

Zwölf Vereine – mit Lügde, Elbrinxen, Sabbenhausen, Falkenhagen, Niese und Rischenau aus dem Stadtgebiet Lügde, Brakelsiek, Schwalenberg, Lothe, Schieder und Wöbbel aus der Stadt Schieder-Schwalenberg und der TSV Belle – zählten zu den teilnahmeberechtigten Mannschaften, die im Anschluss an die Meisterschaftsserie in vier Ausscheidungsspiele den Sieger ausspielten. „Der bekam den begehrten Wanderpokal. Mehr nicht“, sagt Siefert. „Keine Siegprämie oder gar Antrittsversprechen.“ Der Schatzmeister des Siegers durfte sich freuen, im nächsten Jahr den Cup ausrichten zu dürfen.

Und die Fans strömten in Scharen. So bevölkerten in den 70er Jahren einmal über 1000 Zuschauer den Schiederaner Platz, den der TSV Elbrinxen als Sieger verlies. „Aber auch der TSV Rischenau, der TSV Lothe und RW Schieder zählten über viele Jahre zu den Favoriten“, sagt Siefert, der sich noch an viele Begebenheiten aus damaliger Zeit erinnert. So sei der TuS Lügde in den 80er Jahren erst nach längerer Beratung und geheimer Abstimmung zum Cup zugelassen worden. „Einige fürchteten wohl, der damalige Bezirksligist werde den Wettbewerb dominieren. Doch das war nie so“, erzählt der TSV-Chef.

Und auch den einstigen Stellenwert des Cups sortiert Siefert ein: „Da er immer unmittelbar nach der Serie ausgetragen wurde, setzten einige Vereine in den letzten Punktspielen wichtige Spieler nicht ein, um beim Südost-Pokal erfolgreich zu sein.“

Und auch die Zuschauer nahmen das sportliche Highlight an. „Man traf sich sonntags auf dem Sportplatz mit den Fans der anderen Dörfer, feierte oder trauerte wegen der Spielergebnisse hatte sich etwas zu erzählen. Es war halt ein Fußball-Spektakel.“

Das ist lange her. Später ruhte der Wettbewerb dann – bis ihn der TuS Brakelsiek vor zehn Jahren zum 100. Vereinsgeburtstag wieder zum Leben erweckte.

Inzwischen darf jeder der sechs noch verbliebenen Vereine den Wettbewerb ausrichten. Geblieben ist die Spielzeit von 2 mal 30 Minuten mit einem anschließenden Elfmeterschießen bei Torgleichheit.


Los geht es am morgigen Donnerstag, 2. August, mit den Ausscheidungsspielen: 18.30 Uhr SG Brakelsiek gegen SG Belle, 19.45 Uhr HW Falkenhagen gegen TuS Lügde. Endrunde der 1. Mannschaften am Sonntag, 5. August: 13 Uhr Sieger Lügde/Falkenhagen gegen SG Sabbenhausen/Elbrinxen. 14.15 Uhr Sieger Brakelsiek/Belle gegen TSV Rischenau. 16.30 Uhr Endspiel.

Der Südost-Pokal für 2. Mannschaften wird am kommenden Samstag, 4. August, ausgetragen: 13.30 Uhr SG Belle II gegen SG Brakelsiek II, 14.45 UhrTuS Lügde II gegen SG Sabbenhausen/Elbrinxen II. 17 UhrPokalendspiel. red/jl



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