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Lügdes Johannes-Gigas-Schule hat bisher 62 Anmeldungen für den zweiten Sekundar-Jahrgang – aber kaum Kinder aus Schieder

Fast eine Punktlandung

Lügde. Eine gute Nachricht: Die Johannes-Gigas-Schule hat auch für ihr zweites Jahr genügend Anmeldungen zusammen, um nach den Sommerferien erneut drei fünfte Klassen mit mindestens 20 Kindern bilden zu können. Das war und ist die Vorgabe für die Fortführung der Sekundarschule.

veröffentlicht am 01.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:16 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Am Tag des offiziellen Anmeldeschlusses vor gut einer Woche sah es sogar nach einer Punktlandung aus: Exakt 60 Eltern ihren Nachwuchs auf dem Ramberg angemeldet. In dieser Woche kamen dann zwei Anmeldungen nach. Und sofern nun noch eine Handvoll Rischenauer Eltern ihre Söhne und Töchter auf die heimische Sekundarschule schicken wollen, rechnet Tillmanns mit weiteren Anmeldungen.

Die aktuelle Meldezahl für die im vergangenen Sommer von der Haupt- und Real-Verbundschule zur Sekundarschule weiterentwickelten Lehranstalt kann den Eltern und ihren Kindern nur recht sein: „Wir können wieder drei fünfte Klassen bilden“, sagt Tillmanns. „Aber sie werden nicht so groß wie 2013.“ Damals sahen sich das Kollegium, die Lokalpolitiker und die Stadt als Schulträgerin zwar durch 81 Anmeldungen in ihrem Mut zur zeitigen Schul-Umwandlung bestätigt. Aber die drei Klassen wurden größer als eigentlich gewünscht.

Das Problem des „außergewöhnlichen Ausrutschers nach oben“ wird sich im Sommer 2014 nun nicht stellen. Allerdings räumt Rektor Tillmanns ein: „Wir hatten mit acht bis zehn Kindern mehr gerechnet.“ Und woher sind die künftigen Fünftklässler? „46 wohnen in der Großgemeinde Lügde, und 13 kommen aus Niedersachen“, überschlägt Tillmanns. Die gute Hälfte der Grenzgänger wohne in Holzhausen, aber es seien auch ein paar Viertklässler aus Oesdorf sowie aus den Ortsteilen Hagen, Löwensen und Großenberg dabei. Zum Vergleich: Unter den aktuellen Ramberg-Fünftklässlern finden sich 17 Mädchen und Jungen aus Niedersachsen.

Ein deutlicheres Minus gab es jetzt bei den Anmeldungen aus Schieder-Schwalenberg. Von dort werden ab dem Sommer nur vier zusätzliche Kinder den täglichen Schulweg nach Lügde antreten. Eins aus Schieder und drei aus Schwalenberg. Im vergangenen Jahr waren noch 24 Fünftklässler aus der lippischen Nachbarkommune gekommen. Allerdings unter anderen Bedingungen: Damals zeichnete sich das Aus für Schieders Schlossparkschule bereits ab, und die Sekundarschule in Blomberg gab es noch gar nicht. Sie geht erst im Sommer an den Start und dürfte wohl auch kräftig die Werbetrommel geführt haben.

Ob vielleicht auch der wenige Kilometer und Minuten kürzere Schulweg den Ausschlag gab – Tillmanns weiß es nicht. Die aktuelle Entwicklung scheint ihm allerdings ungewöhnlich. „Und sie macht uns nachdenklich“, gesteht er. Aber er wolle sie auch nicht überbewerten, betont er. Denn Ausschläge nach oben oder unten habe es bei den Anmeldungen über die Jahre immer wieder gegeben.

Für die Zukunft ist Tillmanns denn auch nicht bange: „Wir gehen davon aus, dass wir einen festen Stamm von Eltern haben werden, die ihre Kinder nach Lügde schicken“, sagt er.

Und was wollten die Mütter und Väter wissen, die bei der Anmeldung nicht nur die nötigen Formulare dabeihatten, sondern auch noch Fragen? „Viele wollten wissen, in welche Klasse ihr Kind kommt“, erklärt Tillmanns. Denn den Eltern sei in der Regel daran gelegen, dass Grundschulfreunde und -freundinnen auch in der 5. Klasse zusammenbleiben. Da bräuchten sich die Eltern jedoch nicht zu sorgen: „Wir versuchen, die alten sozialen Gruppen zu erhalten“, versichert Tillmanns, der viele Eltern auf deren Wunsch hin aber auch über die Fördermöglichkeiten an seiner Sekundarschule informierte. „Da konnten wir ausgiebig Stellung nehmen“, sagt er. „Denn wir haben sowohl ein Förder- als auch ein Forderband. So können wir starke und schwache Schüler bedienen.“

Ein Schwerpunktthema der niedersächsischen Eltern seien zudem die Busverbindungen gewesen. Hier wurde die Linie Richtung Holzhausen bis Hagen verlängert (wir berichteten). Aber, so schränkt Uwe Tillmanns ein: „Bad Pyrmont anzufahren ist nicht geplant.“

„Wir hatten mit acht bis zehn Kindern mehr gerechnet“, räumt Gigas-Schulleiter Uwe Tillmanns ein. jl



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