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Verbund der Lügder Kitas hat zahlreiche Vorteile / Synergieeffekte

Familienzentrum hat sich bewährt

LÜGDE. Seit 2008 sind die drei Kindertagesstätten der Lügder Kernstadt zu einem Familienzentrum zusammengeschlossen. „Und das hat sich bewährt“, berichtete die Leiterin der AWO-Kita „Tausendfüßler“ Marion Otten den Mitgliedern des Ausschusses für Kindertagesstädten und Schulen.

veröffentlicht am 26.01.2017 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 26.01.2017 um 16:10 Uhr

Kinder, Erzieherinnen und Eltern profitieren vom Familienzentrum, zu dem sich drei Kindertagesstätten in der Lügder Kernstadt zusammengeschlossen haben. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Denn mit der Zertifizierung stehen uns zum einen staatliche Zuschüsse, zum anderen fachliche Unterstützung zur Verfügung“, freute sich die Kita-Leiterin über das Konzept, bei dem die Kitas zwar selbstständig bleiben, in bestimmten Bereichen aber zusammenarbeiten und dabei Synergieeffekte nutzen können. „Dass die Kitas der Ortsteile nicht mit dabei sind, bedauern wir“, erklärte Gordana Kleine, die die städtische Kindertagesstätte Pusteblume leitet. Das sei aber der Regel geschuldet, dass die Einrichtungen nicht weiter als rund 1,5 Kilometer voneinander entfernt liegen dürfen.

Der Vorteil dieses lockeren Verbundes liege in der Möglichkeit, Kindern und Eltern ein vielfältiges und bedarfsgerechtes Angebot unterbreiten zu können. „Unser Auftrag liegt darin, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, in dem wir auch bei der Organisation von Tagesmüttern in Randzeiten oder zum Wochenende helfen.“ Und damit sich dieser Anspruch nicht im abstrakten Raum verliere, erteilt das Land NRW das Gütesiegel „Familienzentrum“ nur wenn entsprechende Leistungen auch erbracht werden. „Im vergangenen Jahr wurden wir zum zweiten Mal erfolgreich rezertifiziert“, erklärte Marion Otten. Dazu mussten sie als Qualitätsstandards unter anderem nachweisen ihre Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle des SOS Kinderdorfs, ihre Vernetzung mit Tagesmüttern und Kinderärzten und den Sozialraumbezug und die Förderung der Kommunikation. „Wir müssen eine Ecke in der Tagesstätte vorweisen, in der sich Eltern hinsetzten und unterhalten können.“

So können wir den Eltern und Kindern ein Gesamtpaket liefern, mit dem wir die Kinder optimal fördern und die Eltern unterstützen können.

Marion Otten, Leiterin der AWO-Kita „Tausendfüßler“

Gordana Kleine fügt hinzu, dass das Angebot an Kursen sich auch tatsächlich an den Interessen und Themen ihrer Eltern orientieren müsse. „Dazu werden auch Umfragen gemacht.“ Im vergangenen Jahr gab es einen Vortrag mit Fragestunde der SOS Beratungsstelle Schieder über den Umgang mit kindlichen Ängsten. „Wir haben unter anderem Väter an den Kochtopf gelassen, erste Hilfe am Kind vermittelt und mit Eltern und Kindern gemeinsam gebacken.“ Das Familienzentrum ist gut vernetzt. „Um die Vielseitigkeit gewährleisten zu können arbeiten wir mit unterschiedlichsten Institutionen zusammen. Dazu zählen die VHS, der TuS WE Lügde, bei dem unsere Kinder das Sportabzeichen ablegen können, die Frühförderung Detmold, das Türkische Kulturzentrum, Feuerwehr und Polizei.“ Marion Otten zeigte auf, dass umfassende Fortbildung der Mitarbeiterinnen zum Konzept gehören: „So können wir den Eltern und Kindern ein Gesamtpaket liefern, mit dem wir die Kinder optimal fördern und die Eltern in ihren Sorgen und Nöten unterstützen können.“

Die Frage aus dem Ausschuss nach Flüchtlingskindern nahmen die Kita-Leiterinnen dankbar auf: „In St. Marien gibt es drei, in Tausendfüßler drei und bei uns in der Pusteblume zehn Kinder“, berichtete Gordana Kleine und erzählte, wie gut sich die Kinder integriert hatten, und Sprachprobleme mit Gestik, Mimik und originellen Ideen wettmachten. „Auch die Eltern sind mit viel Elan dabei. Für intensivere Gespräche findet sich immer jemand, der sich zum Übersetzen zur Verfügung stellt, und bei kleineren Dingen hat sich neben der Zeichensprache auch der Google-Translator bewährt.“

Als Wunsch fiel Marion Otten erst nach der Sitzung ein, dass die Stadt am Wendehammer vor der AWO-Kita am Sonnenhof dringend noch einige Parkplätze einrichten sollte. „Die einen oder anderen müssen hier einfach das Auto abstellen und dann spitzt sich die Verkehrssituation hier in der Sackgasse einfach schon dramatisch zu.“



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