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Stadt Lügde sucht neue Halter für ausgesetzte Hündin

Falsche Fährten – Lissys Herkunft bleibt ein Rätsel

LÜGDE. Auch rund sechs Wochen, nachdem ein aufmerksamer Radfahrer aus Bad Pyrmont eine in den Emmerwiesen angepflockte Labrador-Mix-Hündin gerettet hatte, ist das Rätsel um die Herkunft des Tiers nicht gelöst. Jetzt soll „Lissy“ neu vermittelt werden.

veröffentlicht am 07.09.2018 um 22:21 Uhr

Glänzendes Fell, kerngesund und temperamentvoll: Labrador-Mix Lissy, die am 25. Juli in den Lügder Emmerwiesen ausgesetzt und mit einem Strick festgebunden worden war, soll jetzt neu vermittelt werden. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Derzeit scheint es ganz, als seien der Halter oder die Halterin abgetaucht – und hätten sich vorher des Hundes entledigt. Das bedeutet allerdings auch: Nun ist der Weg frei für jemanden, der die Vierbeinerin aufnehmen möchte.

Hätten sich Halter oder Halterin im Rathaus oder bei der Polizei gemeldet, dann wäre das Tier erst einmal wohl wieder bei ihnen gelandet. Die Beschlagnahme eines Tieres oder das Verhängen eines Haltungsverbots sind Behörden nur mit dem eindeutigen Nachweis der Tierquälerei gegen Herrchen oder Frauchen möglich.

Zur Erinnerung: Die Hündin war am frühen Abend des 25. Juli mit einem groben Strick an einem Weidezaun in den Emmerwiesen angebunden worden. Zum Glück musste der Labrador-Schäferhundmix es wohl nicht lange in der brütenden Hitze aushalten. Denn der Radfahrer, der ihn entdeckte, holte sofort Wasser und brachte den Hund zur Polizei. Eine Anliegerin der Lügder Brunnenstraße hatte einige Zeit zuvor zwei junge Männer gesehen, die einen Hund an der ungewöhnlichen Leine an ihrem Haus vorbeiführten.

Der implantierte Transponder des Haustier-Registers „Tasso“ half den Ermittlern der Polizei nicht bei der Identifizierung. Den ausgelesenen Daten zufolge war bei Tasso zwar der Name „Lieschen“ registriert. Die vermeintliche Halterin stellte sich jedoch als Fake heraus. Eine Frau dieses Namens war mehrere Jahre vor der mutmaßlichen Geburt der Hündin gestorben. Lieschens Alter schätzt Hundepensions-Wirtin Beate Vogt in Sabbenhausen auf etwa fünf Jahre.

Kurzzeitig schien es dann noch eine heiße Spur zu geben: In einer örtlichen Facebook-Gruppe hatte eine Frau das Foto der Hündin entdeckt. Sie war sicher „Lieschen“ oder „Lissy“ zu erkennen. Doch auch diese Spur verlief im Sand. Die mutmaßlichen Halter sind offenbar mit unbekanntem Ziel verzogen.

Noch lebt die Hündin in Beate Vogts Hundepension in Sabbenhausen. Aber sie soll nun weitervermittelt werden. Am besten an jemanden mit genug Platz für ihren Bewegungsdrang. Denn Lissy ist kein Schoßhündchen, sondern sehr agil und temperamentvoll. Deshalb würde sie nach Auffassung ihrer Herbergsmutter eher nicht in eine Familie mit kleinen Kindern passen. Generell aber erlebt ihre Pflegemutter Lissy als sehr umgänglich. Mit anderen Hunden kommt die Hündin auch sehr gut aus.

Wer sich für Lissy interessiert, kann sich mit Beate Vogt (Telefon 05283/1296) einen Termin für einen Kennlern-Spaziergang vereinbaren.



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