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Aktionskreis Lügder Freibad: Vorsitzender Bernd Krüger sucht Nachfolger

„Es muss niemand ins kalte Wasser springen“

Lügde. „So kann es nicht weitergehen!“ Das machte der Vorsitzende des Aktionskreises Lügder Freibad (ALF), Bernd Krüger, der Vollversammlung deutlich und meinte damit: „So kann ich nicht mehr weitermachen.“ Er sprach damit seine Krankheit an, ohne in Details zu gehen, gab aber vorerst Entwarnung: „Erst mal schon, aber später dann nicht mehr, wenn ich gar nicht mehr kann.“

veröffentlicht am 24.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Bürgermeister Heinz Reker nahm sich Zeit bei seiner Dankesrede: „Bernd Krüger unterrichtete mich über seinen Gesundheitszustand. Aber anstatt sich – was jeder verstanden hätte – mit einer wohlvorbereiteten Rede aus dem Vorstand zurückzuziehen, wählte er den Weg des größeren Widerstands und der Leidenschaft für das Freibad und versicherte mir, weitermachen zu wollen, solange es seine Kräfte zulassen.“ Die Ausführungen des Bürgermeisters wurden mit viel Beifall begleitet. Damit machten die knapp 40 anwesenden Mitglieder deutlich, wie sehr sie ihren Vorsitzenden als Motor für das Freibad und vor allem als Mensch und Freund schätzen.

Zunächst kam der Motor zu Wort. Bernd Krüger erinnerte an eine kurze und heftige Saison 2015: „Mit 18 000 Badegästen hatten wir 3000 mehr als im Jahr zuvor. Wobei allerdings im Mai nur 181 und im September nur 104 Gäste kamen.“ Allein im August konnte das ALF-Team rund 10 000 Gäste begrüßen. „Das hat uns schon vor große Herausforderungen gestellt, erklärte Bärbel Krüger, die als Geschäftsführerin der Kantine in dieser Zeit schon mehr als ausgelastet war. Die durch den Kantinen-Verkauf erzielten Einnahmen flossen vollständig in die Renovierung und Verschönerung des Freibads, wie die Kassenführerin Johanna Siegmann berichtete.

„Ein Aushängeschild für die Stadt Lügde“

Der Erlös durch die Eintrittskarten fließt direkt an die Stadt. „Allerdings müssen wir deutlich mehr aufwenden, als wir einnehmen“, erklärte Reker, fügte aber hinzu, dass Politik und Verwaltung derzeit uneingeschränkt hinter dem Freibad stünden, das unter der Ägide von Bernd Krüger zu einem Aushängeschild für Lügde geworden sei. „Wir können damit glänzen. Und die Familienfreundlichkeit zeigt sich eben nicht nur in einem guten Schulangebot, sondern auch im Freizeitwert. Die günstigen Eintrittspreise, die nur durch das große Engagement von ALF möglich sind, haben das Freibad zu einem Treff für Jung und Alt etabliert.“

Deshalb hofft nun der Bürgermeister wie auch der ALF-Vorstand, dass sich bald Freibadfans finden, die bereit sind, im Vorstand von ALF das Überleben des Freibads zu sichern. „Es muss niemand ins kalte Wasser springen“, versicherten Krüger und Reker und versprachen – um im Bild zu bleiben – seinen Nachfolger beim Seepferdchen optimal zu unterstützen. Zunächst wurden aber erst mal Manfred Kuczera als stellvertretender Vorsitzender, Walter Willeke als Beisitzer und Bärbel Krüger als Geschäftsführerin der Kantine in ihren Ämtern bestätigt.

Noch ist Krüger mit Leib und Seele im Amt, ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder. Und sie haben sich für die kommende Saison wieder einiges vorgenommen: „Wir werden zum 1. Mai wie in jedem Jahr betriebsbereit sein. Geöffnet wird dann nach Wetterlage.“ Schwimmmeister Reinhold Krüger wird wieder Schwimmkurse anbieten, die von der Stadtsparkasse Paderborn-Detmold mit 1000 Euro bezuschusst werden. Am 5. Juni gibt es einen Flohmarkt. Weiter im Angebot: zweimal Frühstück, ein Grillabend sowie das Nachtschwimmen und die Fasssauna. Und auch „Toben ohne Ende“ wird es wieder geben, wenn das Wetter passt. Das alles hat ALF organisiert und mithilfe vieler fleißiger Helfer auch erst möglich gemacht. Exemplarisch dankte Bernd Krüger in diesem Jahr Max-Werner Floegel, der immerhin mehr als einen Hektar Rasen ehrenamtlich kurz hält.

Der Vorstand (v. li.) mit Max-Werner Floegel, Bärbel Krüger, Bernd Krüger und Manfred Ku-czera.Foto: yt



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