weather-image
24°

Die neuen Lügder Ortsbürgermeister im Porträt: Heute Dieter Diekmeier aus Rischenau

„Es hat einfach wieder in mir gekribbelt“

Für viele Menschen in den Lügder Ortsteilen sind sie oft die ersten Ansprechpartner, sind Kummerkasten und Kümmerer in einer Person: die Ortsbürgermeister. Nach den jüngsten Wahlen gibt es drei neue. Die Pyrmonter Nachrichten stellen die drei und ihre Wünsche und Visionen in loser Reihenfolge vor. Heute: Dieter Diekmeier aus Rischenau.

veröffentlicht am 23.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

Weiß Rischenau hinter sich: der neue Ortsbürgermeister Dieter Di
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Rischenau (heb). Ein Neuling auf der kommunalpolitischen Bühne ist Dieter Diekmeier nun wahrlich nicht. Der 60-Jährige war bereits von 1994 bis 2004 als Ortsvorsteher für Rischenau aktiv und zog 1999 für eine Legislaturperiode in den Lügder Stadtrat ein, bevor er sich berufsbedingt eine Auszeit verordnete.

„Es hat wieder gekribbelt und nachdem sich das politische Umfeld verändert hat, macht es wieder Spaß, politisch tätig zu sein“, bringt es der Sozialdemokrat und neue Ortsbürgermeister auf den Punkt. Die Wähler haben dies honoriert und ihn im gemeinsamen Wahlkreis Rischenau/ Elbrinxen mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Vertrauen, das er den Bürgern in den kommenden fünf Jahren wiedergeben möchte.

Koordinieren, vermitteln und manchmal auch ein wenig schlichten – so sieht Dieter Diekmeier seine Aufgabe in seinem 1170-Seelen-Dorf, das nach wie vor bestimmt wird von den Aktivitäten der vielen Vereine. Er zählt sie zu den Impulsgebern in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Er muss es wissen, denn als Mitglied in vielen Vereinen bewegt auch er einiges.

Sich selbst sieht Diekmeier als ein Bindeglied zwischen Rat und Verwaltung auf der einen und den Menschen auf der anderen Seite. Als Beispiel einer guten Partnerschaft nennt er die umfangreichen Baumaßnahmen am Dorfgemeinschaftshaus. „Ob Renovierung, Sanierung oder Neugestaltung, das umfangreiche Bauvorhaben an unserem neuen Vereinszentrum hat das Miteinander in Rischenau deutlich gestärkt“, lobt Diekmeier das Engagement der vielen Kräfte. Jetzt stehen die Rischenauer vor ihrem nächsten Bauabschnitt. Fördermittel für die Dach- und Fassadensanierung sind zugesagt, aber erneut ist Eigenleistung gefragt, und wenn das nicht ausreicht, muss notfalls auch die eine oder andere Barspende fließen. Und das bedarf bei allem Enthusiasmus auch einer guten Strategie und nüchterner Denkweise.

„Ich sehe mich in der Verpflichtung, mich hier einzubringen. Die unterschiedlichen Interessen und Ausrichtungen müssen eingebunden werden, damit das Rad rund läuft. Es wird erneut eine große Herausforderung werden, aber ich bin mir sicher, dass wir auch den nächsten Abschnitt in bewährter Weise schaffen“, so Diekmeier.

Aber auch außerhalb seines eigentlichen Hoheitsgebietes Rischenau fordert Diekmeier eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über die Dorfgrenzen hinaus. Der Erhalt des Schulstandortes in Rischenau und Elbrinxen bedürfe der Entwicklung gemeinsamer Lösungen. Wichtig ist für ihn dabei die kurzfristige Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule. „Wir müssen jetzt reagieren, damit wir nicht 2015 die Sache vor die Wand gefahren haben und wir uns Vorwürfe von unseren Bürgern anhören müssen.“

Gefragt nach der Zukunft seines Dorfes, gibt sich Diekmeier verhalten optimistisch. Die Infrastruktur sei noch relativ gut bestückt, werde dem Begriff „Nebenzentrum von Lügde“ gerecht.

Grundschule, praktischer Arzt, Zahnarzt, Apotheke, Lebensmittel, Banken und Versicherung, Friseur, Gastronomie, Auto-Werkstatt mit Tankstelle, Feuerwehr und eine große Baufirma – das seien gute Gründe und Argumente, Rischenau als Wohnort zu wählen. Der Bauboom in den 80er Jahren hat die Einwohnerzahl gestärkt, dennoch gibt es auch die ersten Leerstände auf dem Immobilienmarkt. Probleme, die die ländlich strukturierte Region allenthalben trifft und die nur schwer von der Politik zu lösen sein werden.

Schon beim Blick in Diekmeiers Terminkalender weiß man um die Aufgabenfülle eines Ortsbürgermeisters auch im Winter. Jede Woche eine Jahreshauptversammlung, Sitzungen im Rathaus und ganz viele Gespräche im und über das Dorfgemeinschaftshaus. Ach ja, und so ganz nebenbei feiert der Turn- und Sportverein sein 100-jähriges Bestehen, blicken der Spielmannszug und der Frauenchor auf 60 Vereinsjahre zurück. Und wenn er auch nicht in der Verantwortung steht, Dieter Diekmeier ist dennoch mit dabei, als Ortsbürgermeister oder als normales Vereinsmitglied.

Die Vielfalt der Vereinslandschaft zeichnet sich im nächsten Jahr in besonderer Weise aus. Und das weiß Dieter Diekmeier zu schätzen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?